Vertrauensvolle Einladung

Vertrauen – ein großes Wort. Taucht meist in negativen Zusammenhängen auf: missbrauchtes Vertrauen, war das Vertrauen nicht wert, von wegen vertrauen, trau, schau, wem …

Vieles würde null funktionieren ohne Vertrauen. Wir vertrauen, dass ein Busfahrer uns sicher ans Ziel bringt, Müllabfuhr kommt, Zusagen eingehalten werden, dass in unserem Land die Autos rechts fahren und Kreisverkehre gegen den Uhrzeigersinn.

Heute mag ich für das Vertrauen eine Lanze brechen (wobei Hirn einschalten immer dazugehört). Als Kinder hatten wir offene Haustüren. Man latschte in jedes Haus hinein, brüllte „Huhuuuu, wer da?“ und lehnte die Tür sacht wieder an, wenn keiner da war. Fenster konnten während des Einkaufs gekippt bleiben. Wechselgeld musste man nicht unbedingt nachzählen (je nachdem, wer an der Kasse saß).

Wir brauchen Grundvertrauen in uns und andere Menschen. Das Vertrauen, dass alle am Abend gern gesund, sicher und froh daheim sein wollen. Dass man auch mal irgendwo was abstellen kann, ohne dass es jemand mitnimmt. Dass wir aufeinander achtgeben statt wegschauen.

Einladungen: Integriere das Wort in deinen Wortschatz und fülle es mit Leben. Weniger Taschenkobold. Du siehst nur, wo deine wachen Augen und Hände gefragt wird, wenn du wahrnimmst, was um dich herum geschieht. Erlaube dir deine eigene Vertrauenswürdigkeit. Plus x. Ich möchte sehr gern in einer Gemeinschaft von Menschen leben, für die Vertrauen ein Wert ist.

Ich vertraue auf die Holunderkraft im Winter, wenn die Grippezeit beginnt. Er blüht so schön schon.


Zurück zur Blog-Seite