
Was für ein Luxus ist eine Waschmaschine in einem Haushalt mit pflegebedürftiger Person. Da fallen am Tag gut und gern zwei Maschinen Wäsche an. Netterweise hat sich letzte Woche die dicke Gummidichtung in der Tür um sich selbst gedreht und meinte, direkt ein wenig rauchen zu müssen. Zum Glück hat sie dicht gehalten. Wir haben versucht, alles an Wäsche zu reduzieren und die letzten Tage habe ich konventionell wie früher von Hand in großen Töpfen auf dem Herd gewaschen. Klar hätte ich die Wäsche auch zu Tochter oder Bruder fahren können, doch rechne ich Fahrzeit und Wartezeit, bis die Wäsche gewaschen ist, habe ich das hier selbst erledigt, wenn vielleicht auch nicht so erfolgreich. 1400 Umdrehungen beim Schleudern schaffe ich mit der Hand nicht ganz.
Das hat mir aufgezeigt, wie krass die Hausarbeit früher war – und wir haben einen normalen Herd, also nix mit Holzhacken, Wasser schleppen und Feuermachen.
Manchmal sind solche Momente wichtig, um vieles zu hinterfragen und froh zu sein, wenn ein Gerät funktioniert. Mir ist aufgefallen, wie viel Wäsche hier wirklich jeden Tag anfällt, wenn man den pflegebedürftigen Menschen 24/7 sauber und frisch haben möchte. Er ist auch anderes gewohnt, umso glücklicher bin ich, dass wir das jetzt für ihn anders gestalten können.
Hurra – das Teil kam am Wochenende an und alles läuft wieder. Wäschetechnisch.
Bald ist Kohlrabierntezeit.

