
Manchmal erklären Gesten mehr als jedes Wort. In der Eurythmie gibt es den Laut M, der mit beiden Händen und Armen geformt wird. Eine Hand schiebt nach vorne, eine Hand kommt zu dir, die Fingerspitzen sind oben. Es ist eine fließende Geste, die Hand, die zu dir kommt, wendet an dem Punkt, an dem dir die Nähe reicht und darf ins Wegschieben gehen. Es gibt viele Gedanken und Ideen zu diesem wundervollen Wassermannlaut. Ich habe ihn gestern verwendet, um jemandem zu zeigen: Du darfst entscheiden, wie nah zu etwas an dich heranlassen magst oder auch, was du jetzt erst einmal ein Stück vor dir schieben magst, weil es jetzt nicht dran ist. Es war ein tiefes Erleben: Ich habe es im wahrsten Sinn des Wortes in der Hand, ob ich etwas an mich lassen oder auf seinen Platz verweisen mag. Es sind kleine Gesten, die uns wieder die Erlaubnis erteilen, nicht in der Flut von Außen zu ertrinken, sondern uns bewusst zu positionieren und in die Klarheit zu kommen.

