
Vor sechs Jahren haben wir jeden Tag ein kleines Ermutigungsvideo gedreht, bis der erste Lockdown am 4. Mai gelockert wurde. In vielem haben wir heute eine andere Welt. Manches von dem Aufbruchsmut, der an vielen Stellen hochkam, würde ich mir heute auch wünschen. Erinnerung daran, wie kostbar Natur ist, als das Wasser in Lagunen klar wurde und der Frühling 2020 von vielen Menschen einmal bewusst erlebt worden ist. Die Erwachsenen haben vieles davon schon längst vergessen und verdrängt. In Schulen und an Ausbildungsplätzen erleben die Pädagogen die volle Wucht der Spätfolgen. Die Narben der Pandemie brauchen Bewusstheit.
Natur heilt. Es braucht Gespräche, Sinnhaftigkeit, das Gefühl von Handlungsfähigkeit und dass wir alle etwas bewirken können, also Salutogenese im besten Sinn. Es braucht keine Kürzung von Komplementärmedizin, sondern mehr Erkenntnisse, dass Medikamente wichtig, aber nicht für alles eine Lösung sind, dafür Kunsttherapie, Musik(therapie), Eurythmie und andere Bewegung, Achtsamkeit und Austausch. Mehr Hilfe für Eltern (deren es immer weniger gibt) im Pädagogischen und in der Alltagsentlastung. Mehr Unterstützung für Berufspädagogen. Mehr Raum für junge Menschen, in dem sie sich spüren können ohne Abstumpfung. Mehr Leben rein UND rein ins Leben.
Gabi hat das Foto letztes Jahr in Island gemacht. Auch hier: beeindruckende Natur. Dankeschön.

