Bedenk, dass das demütigste aller Gänseblümchen verführerischer ist als die stolzeste und glänzendste Dornrose, die uns im Frühling mit ihren durchdringenden Düften und ihren lebhaften Farben verlockt.
Honoré de Balzac, 1799 – 1850
Manuela hat das passende Foto dazu gemacht. Danke!
Rück- und Ausblick
Danke nochmal von Herzen für alle lieben Geburtstagswünsche. Sorry, dass ich nicht ans Telefon gegangen bin – volles Haus und die zwei Patienten haben den Tag gut gefüllt. Danke allen, die auf den AB gesprochen oder geschrieben haben, über jeden Gruß habe ich mich gefreut.
Jetzt ist wieder Alltag, das ist irgendwie auch sehr gut. Diese Woche sehe ich großartige Menschen mit schwierigen Themen, die sich tapfer durch den Alltag beißen, Menschen, die gerade sehr gestresst sind durch das Chaos im Außen in der Welt und am Wochenende werden wir uns im Seminar mit Biohacking befassen. Auf vielleicht unerwartete Weise, denn es geht nicht um die Hitliste der Nahrungsergänzungsmittel, sondern um die ältesten Lifehacks: Schlaf, Bewegung, typgerechte Ernährung und Lebensfreude/stärkende Beziehungen, Fernhalten von Drogen und guten Umgang mit Stressauslösern im Alltag. Damit wären auch exakt die sechs Säulen der Lebensstilmedizin genannt, die ihre Wurzeln weit in die Medizingeschichte hinein haben. Was guter Schlaf ausmacht, weiß jeder, der unausgeschlafen versucht, seinen Alltag zu stemmen. Die anderen Säulen haben den gleichen Impact auf unseren Tag. Klar können wir nicht jeden Tag 100% alle Säulen gut bedienen, doch wenn wir sie im Bewusstsein tragen und immer wieder ein bisschen Gewohnheiten im Kleinen danach ausrichten, wird sich vieles langfristig verändert. Compoundeffekt – jeden Tag ein wenig getan ergibt eine ganze Menge mit der Zeit.
Allen eine Start in eine Woche voller Energie und Lebensfreude.
So wundervoll – DANKE an Saida für den großartigen Strauß. Grüße von Little C.
Gedankenklarheit
Ich fühle Kraft des Weltenseins:
So spricht Gedankenklarheit
Gedenkend eignen Geistes Wachsen
In finstern Weltennächten
Und neigt dem nahen Weltentage
Des Innern Hoffnungsstrahlen.
Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.
Gedankenklarheit findet sich auch in Architektur vor Himmelsblau. Anne hat das Foto in Kopenhagen gemacht. Danke!
Dankeschön
Ihr Lieben,
Herzensdank für eure wundervollen Genesungsgrüße für Christoph und die vielen Glückwünsche zum meinem Geburtstag!!!!
Wir lesen uns wieder Montag, heute ist erstmal Familienzeit angesagt.
Alles Liebe und DANKE, Ihr seid die Besten!
Christine
Kräuter
Erfreuliches zwischendurch – wir haben gestern unseren „Herbsttee 2025“ angefangen. Das ist jedes Jahr die kunterbunte Mischung ganz am Ende der Saison, wenn nur noch wenig Pflückbares da ist. Dieses Mal besteht sie aus mehreren Minzen, es gab nochmal spät Zitronenmelisse, viel Salbei und Thymian mit einem Zweig Bohnenkraut und den Resten des Eisenkrauts, das nicht mehrjährig ist. Das trocknen wir und werfen die Reste zusammen. Die Mischung ist richtig fein! Für mindestens zwei, drei Wochen werden wir jeden Tag eine große Kanne Kräutertee zusätzlich auf dem Tisch haben. Nicht in jedem Jahr ist sie so gut wie dieses Mal. Das sind die Feste, die wir so zwischendurch feiern und dankbar sind, was ein ganz normaler Hausgarten herschenken kann.
Allen einen liebevollen Freitag.
Sigrid hat in St. Peter Ording auch einen Kräutertee genossen – und die Tasse ist landschaftsgerecht gestaltet. Danke für dein Foto!
Freude
Frühlingsvorfreude für dich. Hab einen wunderschönen Tag.
Unerwartet
Unerwartet, das Leben. Ich komme aus der Praxis. Der Bruder sitzt im Pflegebett und freut sich. Der Gemahl ist weder im Garten- noch im Gewächshaus. Ich finde ihn im Bett. Er ist übel gestürzt. Ich mache mir ein Bild der Lage und stelle fest – das, was da so anschwillt, ist definitiv ein gebrochenes Bein (immerhin hatte er Kühlpacks). Taxi, ab in die Notaufnahme für Patient Nr. 1. Anruf Bruder 2, er muss sofort kommen, unseren Pflege-Bruder am Abend versorgen, ich muss in einer Stunde im Auto sitzen und ein Seminar halten. Um 17 Uhr erreiche ich niemanden mehr, der das absagt zwei Stunden davor. Wir geben uns die Klinke in die Hand. Nach dem Seminar Blick aufs Handy – keine Nachricht, beunruhigend. Ich rase nach Hause. Pflegebruder schläft. Der andere Bruder und Christoph unterhalten sich. Der Fuß ist mehrfach gebrochen. Gips über Nacht, um 8 Uhr am nächsten Morgen antreten zum CT. Bis 2 Uhr brauche ich, bis der Koffer vom Speicher geholt, gepackt, die Vormittagstermine verschoben sind. Um 7 steht das Taxi vor der Tür, Patient 1 geht ins CT, Patient 2 hat Pflegeprogramm. CT bestätigt die Brüche, nun MRT wegen Bänder, so, wie es aussieht, keine OP nötig, konservative Behandlung mit Gips, am Nachmittag hoffentlich nach Hause. Wait and see. Nun kann ich die Terminschienen planen mit zwei Patienten on top. Alles im Außen auf Stopp, meine Tage sind begrenzt. Nun ist erstmal Bruder beruhigen dran, „Krankenhaus“, „Operation“ sind Horrorworte. Ab in die Sonne mit ihm.
Minipause
Un-Fall
Nennen Sie den größten aller Erfinder. Unfall.
Mark Twain
Manchmal braucht man ein bisschen beruhigendes Grün, wenn das Außen wild ist.
Innen und Außen
Die Welt im Außen im Chaos. Noch mehr Krieg, also mehr Leid für Menschen, Familien, die zerstört werden, Leben, das sich total verändert. Nachvollziehbare Hoffnungen, die auf Freiheit gesetzt werden. Nationen, die mit hineingezogen werden. Es geht um Macht, Einfluss und vieles mehr. Urlauber, die festsitzen und Raketenbeschuss wie Feuerwerk erleben, bis klar ist, dass das todbringende Waffen sind.
Die kleine Welt im Inneren – der Bruder wird heute 57 Jahre alt. In wenigen Tagen sind es drei Jahre, die er hier bei uns lebt und rund um die Uhr versorgt wird. Wenn wir die krassen Zeiten versagender Niere beiseitelassen, die es zwischendurch gibt, hat er die Zeit seines Lebens. Er ist aktiv, nimmt an allem teil, hat eine totale Umstellung der Ernährung überstanden, macht Ergotherapie, sein offenes Knie ist meistens zu, wir hoffen auf Duschen im Sommer. Er hat einen festen Rhythmus, eine sehr klare Tagesstruktur und seit Monaten als Haustier Kater Simba.
Wir pendeln zwischen der Welt im Außen, die Angst machen kann und der Erkenntnis – mit einem Menschen mit dieser Herausforderung könnten wir nirgendwo hingehen. Wir können ihm seine Welt jeden Tag nur so schön wie möglich machen. Manchmal hilft uns der Fokus auf das Alltägliche, um mit dem Außen leben zu können.
Einen friedvollen Marstag allen.
So eine feine Geburtstagstafel hat Ursula für eines ihrer Kinder gestaltet. Beim Bruder sind heute 57 Kerzen fällig. Danke für dein Foto!
Von der Natur lernen
Menschen sind kreative Wunder. Mutig, klug, großartig. Nur eines scheinen wir noch nicht zu können – mit allen anderen Menschen in Frieden zu leben, wie es der Rest der Natur immer wieder vormacht (wie hier am bunten Streifen entlang des Goetheanums).