Monat: März 2026

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  • Dankeschön

     

    Ihr Lieben,

    Herzensdank für eure wundervollen Genesungsgrüße für Christoph und die vielen Glückwünsche zum meinem Geburtstag!!!!

    Wir lesen uns wieder Montag, heute ist erstmal Familienzeit angesagt.

    Alles Liebe und DANKE, Ihr seid die Besten!

    Christine

  • Kräuter

    Erfreuliches zwischendurch – wir haben gestern unseren „Herbsttee 2025“ angefangen. Das ist jedes Jahr die kunterbunte Mischung ganz am Ende der Saison, wenn nur noch wenig Pflückbares da ist. Dieses Mal besteht sie aus mehreren Minzen, es gab nochmal spät Zitronenmelisse, viel Salbei und Thymian mit einem Zweig Bohnenkraut und den Resten des Eisenkrauts, das nicht mehrjährig ist. Das trocknen wir und werfen die Reste zusammen. Die Mischung ist richtig fein! Für mindestens zwei, drei Wochen werden wir jeden Tag eine große Kanne Kräutertee zusätzlich auf dem Tisch haben. Nicht in jedem Jahr ist sie so gut wie dieses Mal. Das sind die Feste, die wir so zwischendurch feiern und dankbar sind, was ein ganz normaler Hausgarten herschenken kann.

    Allen einen liebevollen Freitag.

     

    Sigrid hat in St. Peter Ording auch einen Kräutertee genossen – und die Tasse ist landschaftsgerecht gestaltet. Danke für dein Foto!

  • Freude

     

    Frühlingsvorfreude für dich. Hab einen wunderschönen Tag.

  • Unerwartet

     

    Unerwartet, das Leben. Ich komme aus der Praxis. Der Bruder sitzt im Pflegebett und freut sich. Der Gemahl ist weder im Garten- noch im Gewächshaus. Ich finde ihn im Bett. Er ist übel gestürzt. Ich mache mir ein Bild der Lage und stelle fest – das, was da so anschwillt, ist definitiv ein gebrochenes Bein (immerhin hatte er Kühlpacks). Taxi, ab in die Notaufnahme für Patient Nr. 1. Anruf Bruder 2, er muss sofort kommen, unseren Pflege-Bruder am Abend versorgen, ich muss in einer Stunde im Auto sitzen und ein Seminar halten. Um 17 Uhr erreiche ich niemanden mehr, der das absagt zwei Stunden davor. Wir geben uns die Klinke in die Hand. Nach dem Seminar Blick aufs Handy – keine Nachricht, beunruhigend. Ich rase nach Hause. Pflegebruder schläft. Der andere Bruder und Christoph unterhalten sich. Der Fuß ist mehrfach gebrochen. Gips über Nacht, um 8 Uhr am nächsten Morgen antreten zum CT. Bis 2 Uhr brauche ich, bis der Koffer vom Speicher geholt, gepackt, die Vormittagstermine verschoben sind. Um 7 steht das Taxi vor der Tür, Patient 1 geht ins CT, Patient 2 hat Pflegeprogramm. CT bestätigt die Brüche, nun MRT wegen Bänder, so, wie es aussieht, keine OP nötig, konservative Behandlung mit Gips, am Nachmittag hoffentlich nach Hause. Wait and see. Nun kann ich die Terminschienen planen mit zwei Patienten on top. Alles im Außen auf Stopp, meine Tage sind begrenzt. Nun ist erstmal Bruder beruhigen dran, „Krankenhaus“, „Operation“ sind Horrorworte. Ab in die Sonne mit ihm.

     

    Minipause

  • Un-Fall

     

    Nennen Sie den größten aller Erfinder. Unfall.

    Mark Twain

    Manchmal braucht man ein bisschen beruhigendes Grün, wenn das Außen wild ist.

  • Innen und Außen

     

    Die Welt im Außen im Chaos. Noch mehr Krieg, also mehr Leid für Menschen, Familien, die zerstört werden, Leben, das sich total verändert. Nachvollziehbare Hoffnungen, die auf Freiheit gesetzt werden. Nationen, die mit hineingezogen werden. Es geht um Macht, Einfluss und vieles mehr. Urlauber, die festsitzen und Raketenbeschuss wie Feuerwerk erleben, bis klar ist, dass das todbringende Waffen sind.

    Die kleine Welt im Inneren – der Bruder wird heute 57 Jahre alt. In wenigen Tagen sind es drei Jahre, die er hier bei uns lebt und rund um die Uhr versorgt wird. Wenn wir die krassen Zeiten versagender Niere beiseitelassen, die es zwischendurch gibt, hat er die Zeit seines Lebens. Er ist aktiv, nimmt an allem teil, hat eine totale Umstellung der Ernährung überstanden, macht Ergotherapie, sein offenes Knie ist meistens zu, wir hoffen auf Duschen im Sommer. Er hat einen festen Rhythmus, eine sehr klare Tagesstruktur und seit Monaten als Haustier Kater Simba.

    Wir pendeln zwischen der Welt im Außen, die Angst machen kann und der Erkenntnis – mit einem Menschen mit dieser Herausforderung könnten wir nirgendwo hingehen. Wir können ihm seine Welt jeden Tag nur so schön wie möglich machen. Manchmal hilft uns der Fokus auf das Alltägliche, um mit dem Außen leben zu können.

     

    Einen friedvollen Marstag allen.

    So eine feine Geburtstagstafel hat Ursula für eines ihrer Kinder gestaltet. Beim Bruder sind heute 57 Kerzen fällig. Danke für dein Foto!

  • Von der Natur lernen

     

    Menschen sind kreative Wunder. Mutig, klug, großartig. Nur eines scheinen wir noch nicht zu können – mit allen anderen Menschen in Frieden zu leben, wie es der Rest der Natur immer wieder vormacht (wie hier am bunten Streifen entlang des Goetheanums).

  • Frostmorgenerinnerungen

     

    Morgens ist es eiskalt von der Nacht, am Tag sonnig. Das sind wenige Tage im Jahr, die dieses spezielle Wahrnehmen zwischen Winter und Frühling haben. Mich erinnern sie an eine Zeit vor Jahrzehnten, Schüleraustausch in Frankreich, Digne-les-Bains. Klirrend kalt. Lycée Alexandra David-Neel war frühs die Anlaufstätte. Keiner wusste damals etwas über die buddhistische Nonne, die in Digne starb. Ich habe fast kein Wort verstanden, meine Sprachbegabung ist überschaubar.

    Was mich faszinierte, war die Landschaft, ich stellte mir die Lavendelfelder im Sommer vor, im Februar gab es noch Schnee so hoch oben. Die Schlucht von Verdon. Ausflüge nach Marseille und Arles. Van Gogh und Gauguin. Am meisten beeindruckte mich Moustiers-Sainte-Marie. Ein Stern, zwischen zwei Bergen aufgehängt. Gassen voller Keramik. Geblieben ist eine tiefe Erinnerung an die Landschaft, mit einer viel zu dünnen Wildlederjacke und Turnschuhen durch kniehohen Schnee zu waten und dabei dieses Gefühl von Frost, der wach macht und klar, wahrzunehmen.

    Einen schönen Wochenstart mit freundlichen Tagen!

     

    Zwar nicht Frankreich, aber auch die Schweiz bietet atemberaubende Landschaften, in denen Stephanie gern wandert und tolle Fotos schickt. Danke!

  • Im Menschenherzen Liebe weckend

     

    Im Lichte das aus Weltenhöhen

    Der Seele machtvoll fließen will

    Erscheine, lösend Seelenrätsel,

    Des Weltendenkens Sicherheit

    Versammelnd seiner Strahlen Macht

    Im Menschenherzen Liebe weckend.

     

    Wochenspruch aus dem anthroposophischen Seelenkalender von Rudolf Steiner.

     

    Eines meiner Favoriten aus der wunderbaren Bildersammlung von Stephanie. Danke!