Wochenend-Nachdenk-Input

Am Freitag beendete der laufende Kurs der angehenden Heilpraktiker für Psychotherapie die  Ausbildung. Gleichzeitig schwingt sich auch die Lerngruppe auf die Zielgerade ein, deren Teilnehmer am 20. März am Gesundheitsamt zur schriftlichen Prüfung gehen werden. Vielen Dank allen Kursteilnehmern fürs Mitmachen und Lernen! Wir erleben in der Gruppe immer wieder wunderbare Momente, wenn Erkenntnisse aufscheinen, Fragen beantwortet werden können, die manchmal schon Jahrzehnte offen geblieben sind. Das kann man nur im direkten Lernkontakt erleben, in der Begegnung von Mensch zu Mensch. Wer sich auch mit der Frage nach einer beruflichen Neuorientierung befasst, ist herzlich eingeladen, am Freitag, 15. März, um 16 Uhr mit loszulegen, wenn der nächste Ausbildungsgang der angehenden HPPler startet. Infos/Anmeldung auf der Homepage!

Am Samstag und am Sonntag ist das zweite systemische Wochenende in der Cardea-Ausbildung. Das ist von den Therapien her, die wir vermitteln, unser absolutes Sahnestückchen. Cardea verbindet systemische Arbeit mit Gesprächspsychotherapie, Hypnotherapie und buddhistischer Achtsamkeitsarbeit. Am Sonntag werden wir wieder für Interessenten Aufstellungen haben. Das ist eine wunderbare Arbeit, die das Herz stärkt, die nächsten Schritte zur Lösung einer schwierigen Situation erarbeitet und uns unsere Ressourcen bewusst macht. Wer sich für eine Aufstellung interessiert, kann sich gern bei mir melden. Die nächsten Möglichkeiten zum Aufstellen sind am 5. Mai, der Apriltermin ist bereits ausgebucht. Einfach bei mir melden!

Ich werde oft wegen der Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie angesprochen, was das genau ist. Es ist die Basisberufsausbildung, die benötigt wird, wenn Menschen, die kein Psychologiestudium und eine Therapeutenausbildung haben, in diesem Bereich tätig werden möchten. Der Heilpraktiker ist quasi die Grundlage für eine später folgende Therapeutenausbildung, meistens wird das parallel gemacht, also HPP-Ausbildung und Therapeutenausbildung. Der Stoff ist schulmedizinisch basiert und orientiert sich an den Krankheitsbildern, deren genaue Kenntnis für die spätere Arbeit sehr wichtig ist, denn der HPP muss genau wissen, ob er Menschen behandeln darf oder ob ihre Symptomatik jenseits der Grenze liegt, der Patient also einen Arzt aufsuchen muss, der Weiteres veranlasst. Der HPP ist KEINE Therapeutenausbildung, das wird irrtümlich oft angenommen. Da es so viele verschiedene Therapierichtungen gibt, braucht es den HPP als medizinische Fachkenntnis und zudem eine Ausbildung in einer bestimmten Therapierichtung. Es braucht eine Weile, bis man weiß, in welche Richtung man gern arbeiten möchte oder man hat erst die Therapeutenausbildung gemacht und merkt nun, dass man ohne den HPP keine Praxis eröffnen kann, um therapeutisch zu arbeiten.

Es gibt für diesen Beruf keinen Kurzweg. Man muss sich sehr bewusst sein, dass wir mit Menschen arbeiten, die in massiven Krisen stecken können, schwere Beschwerden aufweisen und deshalb kompetente Hilfe brauchen. Wenn man da in einem Kurzkurs den Lernstoff hineinstopft, ohne dass er durchdacht, durcharbeitet, mit vielem quervernetzt ist, ist das nicht hilfreich für die Menschen in Not. Ein Seminarwochenende ist keine Therapeutenausbildung, die sind in aller Regel mehrjährig und beinhalten die Verpflichtung zur Selbsterfahrung und dem Aufräumen der eigenen inneren Baustellen.  Mit ein bisschen Trallala ist das sicher nicht getan, es ist eine harte Zeit, bis der Stoff gelernt und beherrscht wird und die Therapeutenausbildung ist auch ein spannender Prozess. Aber wie will ich ohne Fachkenntnis gut arbeiten oder ohne das Aufräumen meiner eigenen Befindlichkeiten mit Menschen zurechtkommen? Therapie ist nicht, einen Koffer zu öffnen, eine Technik zu greifen und den Klienten eine Übung machen zu lassen und peng!, geht es ihm gut. Es ist ein Prozess, in dem der Klient eine gute, fundierte Begleitung braucht, damit er sicherer seinen Weg wieder finden und gehen kann.

Insofern liegen mir die Ausbildungen in diesem Bereich besonders am Herzen. Da fließen im Unterricht Fallbeispiele aus dem Alltag mit ein, im therapeutischen Ausbildungsbereich natürlich die Erfahrungen, die ich mit Klienten machen durfte und was ich daraus gelernt habe. So kann der Absolvent in seinen Beruf gut aufgestellt hineinstarten.

Wer sich für Ausbildungen, für die Angebote im Haus wie Vorträge, AusKLANG, GlücksWERKstatt und die Praxen interessiert, ist herzlich zum Tag der offenen Tür am Samstag 30. März, ab 14 Uhr eingeladen!

Allen ein gutes Wochenende und einen gelungenen Start in die neue Woche und den Schulbeginn nach den Ferientagen.

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