In der Dämmerung

Dämmerung, egal ob am Morgen oder am Abend, finde ich wunderbar. Jetzt ist mir Christian Morgensterns wunderbarer Text in die Hand gefallen. Ist das nicht großartig? Töchterchen Nacht greift in Mutters Schürze und tupft Sterne und am Ende den Mond an den Himmel.

Das hat mich an eine Zeile aus einem Gedicht von Mascha Kaléko erinnert: „Die Nacht, in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond.“ Den Satz habe ich gestern in einer Aufstellung zu einer Klientin gesagt, die mit unendlich vielen Herausforderungen im Leben konfrontiert wird. Es ging um die Frage, ob man auch in enorm anstrengenden, chaotischen und schweren Zeiten Momente der Freude und Dankbarkeit finden kann. Ja, es ist aber ungleich schwieriger als in frohen Zeiten. Am Nachmittag sagte mir ein Klient, er fände es einfacher, in schweren Zeiten freudige Momente zu entdecken, denn wenn er gut drauf ist, vergisst er, für etwas, was dann selbstverständlich ist, dankbar zu sein. Auch das ist eine richtige Beobachtung.

Wenn es dir schlecht geht, siehst du einen Stern am Himmel leuchten. Geht es dir gut, beachtest du den Sternenhimmel vielleicht gar nicht, er ist „halt da“.

Kannst du die „blaue Stunde“ genießen? Kennst du Astrid Lindgrens zauberhafte Geschichte von Herrn Lilienstengel dazu, diese berührende Geschichte eines kleinen kranken Jungen, der in der Dämmerung laufen, springen, sich bewegen kann und tolle Abenteuer erlebt? 1949 wurde „Im Land der Dämmerung“ von Astrid Lindgren veröffentlicht. Vielleicht magst du die Geschichte einmal in der Abenddämmerung lesen oder vorlesen? Und dich daran erinnern, welche unglaubliche Macht Phantasie hat?

Allen einen freundlichen Jupitertag.

 

Kleine Sonnen im Garten.

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