Freitags-Nachdenk-Input

Gütig sein – das Wort mag ich sehr, was auch an der wunderbaren Meditation über „Liebende Güte“ liegen mag. Gütige Menschen verbinden wir oft mit weisen, alten Menschen, die viel im Leben er- und überlebt haben, die vom Schicksal nicht gebrochen wurden, sondern die es verwandelt haben in Lernlektionen und an Weisheit, Wissen, Erfahrung, Menschlichkeit und eben Güte gereift sind.

Güte kann man nicht lernen, man wächst vielleicht hinein. Es ist nicht dumm, wenn jemand gütig ist. Ein gütiger Mensch ist nicht unbedingt duldsam, erlaubt alles, wehrt sich nicht, sondern er handelt aus dem heraus, was wir mit dem Bild des „reinen Herzens“ verbinden. Reines Herz – ist das nicht eine Kindersache? In jedem Fall gehört es da hin, denn Kinder werden damit geboren. Unsere reinherzige Unschuld verlieren wir, wenn wir lernen, uns zu verbiegen, zweckzulügen, zu tricksen, täuschen und tarnen, dann haben wir das Unbefangene, Offene des reinen Herzens verloren und entfernen uns mit jeder weiteren Handlung aus dieser Ecke weiter von der Güte. Menschen, die viel erlebt, aber ihren Glauben an das Gute nicht verloren haben, können in eine gütige Haltung hineinwachsen. Jeder, der ihnen begegnet, wird tief im Herzen an der Stelle berührt, die rein ist, unschuldig, offen, liebend. Jeder, der von ihnen angeschaut wird, wird mit Liebe angeschaut und das weckt das Beste in uns. Ein gütiger Mensch wirkt wie eine Sonne in seine Umgebung hinein, wer dort ist, wird gewärmt und beleuchtet und wächst dadurch auch in seinem eigenen guten Menschsein.

Nähren wir die Güte in uns, stärken wir das Gute, versuchen wir, lauter, gerecht, freundlich zu sein. „Freundlichkeit ist meine Religion“, hat der Dalai Lama mal gesagt und auch das führt nach langer Übung zu Güte. Wie wohltuend sind Menschen, die freundlich sind, gütig, liebevoll, fördernd, annehmend. Freitag ist Venustag, der Tag ist nicht zuletzt der Liebe gewidmet. Herrlich, wenn wir uns dann an solche Tugenden besinnen und versuchen, sie in unser Leben einzuladen.

Das Foto der größten Künstlerin der Welt, Mutter Natur, hat Ursula gemacht, wofür ich ihr sehr gern danke. Ist das nicht einfach nur zauberhaft? Wie Sterne schon die Blüten und das alles nochmal überzogen. Kaum ein Mensch könnte so feine Dinge herstellen.

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