Freitags-Nachdenk-Input

Brücken faszinieren. Sie verbinden zwei Ufer miteinander und ermöglichen Kontakt, Austausch, das Reisen, ersparen kilometerlange Umwege. Brücken zwischen Menschen werden gebildet aus Freundschaft, aus Zuneigung, aus Interesse im wahrsten Sinn des Wortes, denn inter esse bedeutet dazwischen sein.

Unsere Welt ängstigt viele. Sie ist laut, verrückt, oft unmenschlich, voller Hass und Egoismus. Allein das Brückenbilden von Herz zu Herz ist in der Lage, sie zu einem wunderbaren und liebenswerten Ort zu machen (der sie von sich aus übrigens ist). Wir sind es, die daraus Kampfgebiete, Arenen der Gier und ein Aufeinanderprallen der Egoismen machen.

Nichts in der Natur ist wie der Mensch. Viele Vögel sammeln sich hier oben zur Zeit. Da sehe ich nicht, dass einer vorweg alle anschreit, sie sollen ordentlich fliegen und Gas geben, weil der Winter naht. Mal fliegt der eine vorne weg, mal der andere. Ohne Wahl. Ohne Propaganda. Einfach, weil der vorne auch mal müde wird, dann wird halt offenbar einfach durchgetauscht. Vielleicht haben wir nur nicht mitbekommen, dass dem Vogelzug monatelange Arbeitskreise, Sitzungen und Verhandlungen vorausgegangen sind.

Wo bist du Brücke von Herz zu Herz? Oder eine Brücke zwischen dir und dem „anderen Teil“ der Natur? Wo verbindest du etwas miteinander? Und aus welchen Gründen tust du das? Im Idealfall, weil es dir ein Herzensanliegen ist, Verbindungen zu schaffen. In diesem Sinne möge dir die gute Energie des Venustages helfen, neue Brücken zu bauen und den ersten Stein in Richtung anderes Ufer zu setzen. Vielleicht stehen da ebenfalls Menschen, die das ihrerseits tun, ihr trefft euch in der Mitte und lernt euch kennen. Viel Freude!

Das herrliche Baumfoto hat Christoph gemacht, vielen Dank!

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