Donnerstags-Nachdenk-Input

Liebe und Humor sind nach Charles Dickens die Königswege, um das Leben gut zu bewältigen. Ich glaube, den Humor braucht es auch in großem Maße. Ohne Humor wäre das Leben oft genug ein reichliches Trauerspiel. Humor ist nicht Witzigkeit, kein Spaßmachen, kein Hihi über jemanden, sondern entspringt einer tiefen Herzensweisheit, ist ein tiefer Charakterzug. Wenn ich als Kind im Zirkus Clowns sah, wurde ich immer traurig, denn hinter ihrem Verhalten spürte ich stets tiefen Ernst und Schwere, denn nur, wer auch die Tiefen kennt, kann gut über sich lachen.

Auch Liebe braucht es, wie Dickens festgestellt hat. Das fängt schon mit der Liebe zum Leben an, erwächst oft genug aus der Dankbarkeit, überhaupt zu leben, vielleicht sogar hier zu leben, was der Kirsche auf der Schwarzwälder Torte entspricht. Wir können frei denken, sprechen, reisen und wie nutzen wir das? Kaum. Selbstverständlichkeiten sind es uns oft nicht wert, dass wir uns bewusst machen, welche Geschenke sie in Wirklichkeit in unserer Welt sind.

Für mich hängen Liebe und Dankbarkeit eng zusammen. Lieben ist nicht einfach, denn es bedeutet, die Wertebrille abzusetzen und das Leben zu nehmen, wie es ist, den anderen zu lassen, wie er ist, denn ändern kann ich mich nur selbst, niemals jemand anderen.

Üben wir uns also in beiden hohen Künsten, dem Lieben und dem Humor. Gelegenheit dazu haben wir 24 Stunden jeden Tag, das müsste reichen.

Allen einen liebe- und humorvollen Jupitertag!

Ich danke Steffen für das herrliche Ginkgofoto aus China

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