Monthly Archives: Juli 2022

Highlights im Alltag

Schön war es am Dienstagabend in der Alten Synagoge in Kitzingen beim ersten Kneippabend zum Thema Hitze. Wer war Sebastian Kneipp? Warum wirkt Wasser und vor allem – wie wirkt es eigentlich, was sind die Hintergründe, weshalb ein Gefäßtraining, jetzt begonnen, im Herbst zur Virenzeit hilfreich sein kann, wie kommen wir gut durch heiße Tage und installieren gute Gewohnheiten?

Ein feiner Kreis hat sich zusammengefunden, das hat sehr viel Spaß gemacht, mit der Gruppe zu arbeiten. Am nächsten Dienstag folgt Teil 2 und da schauen wir nach der Säule Wasser auf die weiteren Säulen der Ordnungstherapie: Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und Lebensordnung und was aus diesen Bereichen bei Hitze gut hilft. Wir richten den Blick auf einfachste Anwendungen, denn nur das  macht man dann auch daheim.

Die Vorbereitungen für ein Kindergartencoaching laufen und für das Coaching eines Schulleitungsteams, das sich Gedanken macht über die Frage: Wohin wird sich unsere Schule in der Zukunft entwickeln? Das sind tolle Fragen, mit denen ich mich befassen darf und ich freue mich sehr.

Am 15. Juli läuft der Frühbucherrabatt für das Nautilusprojekt aus, wer sich da noch ein bisschen was sparen mag, sollte sich bis Freitag anmelden. Wir freuen uns auf alle, die mitgehen, egal, ob im Bereich Cardea-Therapie®, im neuen Bereich Cardea-Coaching® und im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Wir werden eine tiefgehende, spannende und herausfordernde Zeit miteinander haben, die uns gut aufstellt für die Herausforderungen, die auf uns zukommen werden.

Wir wünschen allen einen freudigen Jupitertag mit guten Begegnungen unter dem Vollmond.

So ein großes Echinaceabeet – das wäre es. Dann könnte man doch eine Tinktur ansetzen für den Winter zur Stärkung des Immunsystems. Ich habe eine Pflanze mit drei Blüten und die werden heiß begehrt von den Insekten, da wird keine Tinktur daraus werden. Das Beet habe ich in Bad Wörishofen im Kurpark entdeckt.

Cool, Mann!

In einem halben Jahr ist Dreikönig schon vorbei und je nach Wetterlage könnte es dann so im Garten aussehen. Das nur für alle, die gerade an Hitzeschaden leiden und stets über das Wetter meckern. Was ändert das? Am Wetter nichts, an der Stimmung sehr viel.

Es macht richtig Sinn, jetzt gut aufs Trinken zu achten, sich Wassermelonen zurecht zu schneiden, Gurken auf den Tisch zu bringen, eine feine kalte Tomatensuppe ist nicht schlecht und warmer Pfefferminztee kühlt von innen. Der Kopf muss geschützt werden. Wer Bauarbeiter vor dem Haus hat – jeder freut sich jetzt über ein Glas Wasser und einen Sonnenschirm zum Drunterstellen. Den hat unser frisch gepflanzter Apfelbaum auch bekommen, er leidet sonst an Sonnenbrand.

Vorsicht vor Hitzschlag – das ist wichtig, wenn jemand mit dem Rad unterwegs ist. Der Fahrtwind täuscht Kühle vor. Ab in den Schatten und wenn das nicht machbar ist – Kopfbedeckung und Sonnenschutz (kühler Waschlappen). Vorsicht vor Klimaanlagen, empfindliche Menschen bekommen schnell eine Erkältung. Und nicht kalt duschen, sondern lauwarm. Sonst heizt der Körper, um die Kälte auszugleichen, was vermutlich nicht deine Absicht war. Wichtige Arbeiten in die Morgen- und Abendstunden legen. An die Tiere denken mit Wasserbehältern für Bienen und andere fleißige Insekten, Vögel und alles, was Durst hat.

Ansonsten gilt: Ob du das gut findest oder nicht: Es geht vorbei. Wichtiger ist, sich Gedanken zu machen, weshalb das so ist. Klar ist es im Sommer warm und im Winter kalt, wenns gut läuft. Aber Extreme sind immer bedenkenswert. Was ist unser eigener Anteil daran und wie können wir das verändern? Geht das überhaupt noch? Wichtige Fragen.

 

Kommt alle gut durch die Hitzewelle. Schaut gut auf ältere Nachbarn, die alleine leben, damit sie vielleicht Ansprache haben um zu sehen, ob sie genug getrunken haben. Sie leiden ebenso wie die Kleinsten und alle Menschen mit Krankheiten sehr unter großer Hitze.

 

Sigrid hat das feine Winterfoto gemacht. Wenns dann schneit, dürfte das auch vielen wieder gegen den Strich gehen. Deshalb hier ein Bild zur innerlichen Abkühlung. Danke dir, Sigrid!

Lauschen und wachsen

Wenn der Sommer sich aufschwingt zu hohen Temperaturen reicht das Denken manchmal wirklich nur einen Grashüpferhupf weit. Ist das nicht ein wunderschönes Wort? Grashüpferhupf. Ringelnatz malt Bilder mit seinen Worten und jeder kann nachfühlen, was er meint. Wobei die Sache mit der Mundharmonika nicht mehr ganz so weit verbreitet ist. Wir konnten das noch und hatten erst einfache und später dann die guten aus Metall, mit denen man wirklich toll spielen konnte, bevor die Schulzeit mit Melodika und Blockflöte den Ernst des Lebens ahnen ließ.

Wenn man an heißen Tagen einen Wald betritt, merkt man deutlich den Temperaturunterschied und stößt man dann noch auf einen Wasserlauf, ist das Glück perfekt. Ich könnte ewig an einem murmelnden Bach sitzen und lauschen, da wird man nicht müde. Das ist wie am Meer. Klar kann man sagen: Welle kommt, Welle geht, aber jede ist anders und bringt andere Geschichten mit, so, wie der Bach auch munter vor sich hin erzählt und Geschichten von der Quelle weiß und von seinen Träumen, eines Tages das große weite Meer zu erreichen.

Alles in der Natur folgt seiner Bestimmung, nur wir Menschen zweifeln daran, dass wir eine haben. Ein Radieschen möchte kein Kürbis sein und die Sonnenblume keine Tulpe. Jeder kennt seinen Platz und weiß, dass seine Aufgabe ist, nach bester Nutzung der Möglichkeiten zu wachsen, zu gedeihen und zu sein.

Wir wachsen, indem wir Erfahrungen machen. Wir machen viele Erfahrungen und wünschen uns oft nur die guten, doch wenn wir ehrlich sind, sind es die Niederlagen, das Scheitern, die Momente tiefer Verzweiflung, die uns enorm wachsen und reifen lassen. Wir wachsen durch Begegnungen, denn sie fordern uns heraus, formen uns, können Gutes und Schlechtes in uns wachrufen und bieten so jede Menge Entwicklungspotential. Und wir wachsen durch Lernen – indem wir unserer intrinsischen Motivation folgen und uns mit dem befassen, was uns wirklich interessiert. Dann werden wir mit der Zeit immer besser in diesen Bereichen. Was wir viele tausend Mal trainiert haben, wird meisterlich. DAS ist ein guter Weg durch die Welt und der wird sich auch nicht ändern.

Was sich ändert, ist unser Bewusstsein, dass jede unserer Handlungen Folgen für den Planeten hat. Das macht vielen Angst, doch das muss es nicht. Werden wir wach, achtsam und immer bewusster. Finden wir unsere Fähigkeiten und Talente heraus und trainieren sie. Und feiern wir das Leben als Geschenk. Es ist uns gegeben. Nimm dir dein Leben – und mach was draus. Es ist deines und du hast nur dieses.

Allen einen tatkräftigen Marstag.

Sommerfrische

Sommerfrische

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,

Das durch den sonnigen Himmel schreitet.

Und schmücke den Hut, der dich begleitet,

Mit einem grünen Reis.

Verstecke dich faul in die Fülle der Gräser.

Weil’s wohltut, weil’s frommt.

Und bist du ein Mundharmonikabläser

Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.

Und lass deine Melodien lenken

Von dem freigegebenen Wolkengezupf.

Vergiss dich. Es soll dein Denken

Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

Joachim Ringelnatz, 1883-1934

Die Sonnenblume wirft einen imposanten Schatten. Danke an Sigrid für dein Foto!

Wie entwickeln wir uns?

Frank Llyod Wright (von ihm stammt unser heutiges Zitat) war vielseitig begabt und nicht nur in seinem Beruf als Architekt erfolgreich. Die Verbindung von Natur und Architektur war ihm ein Herzensanliegen, wie man vor allem an seinem Haus Taliesin in Spring Green, Wisconsin sehen kann (allein der Name!).

Hingabe ist unerlässlich, wenn man seine Herzensprojekte verfolgt. Ob Arbeit immer hart sein muss, sei dahingestellt, Fakt ist, dass Arbeit dann, wenn sie für die eigene Sache ist und mit Leidenschaft verfolgt wird, weniger als harte Arbeit empfunden wird, eher als Einsatz für das Richtige und von daher auch mit Schwung und Verve verfolgt werden darf.

Am Wochenende haben wir gefilmt und – umentschieden. Die Seminartage werden live gemacht und basta, keine Aufzeichnung im Vorfeld. Das waren wochenlange Diskussionen und mitten in den Filmaufnahmen dachte ich „das ist nicht  gut, das passt nicht“ – Abbruch. Kamera aus und Ende. Manchmal muss man Entscheidungen auch mitten im Run treffen, wenn sie die Richtigen sind.

Das Buch S.Mile ist bei mir eingetroffen. Darin wird ein Experiment vorstellt: Wie entwickeln sich Menschen, die zwei Jahre lang alle Fortbildungen machen dürfen, die man bei der Haufeakademie machen kann und denen ein persönlicher Coach zur Seite steht? (Boah, ist das klasse!!!)

Das Buch schildert nicht nur die Veränderungen in diesen 15 Menschen, sondern beschreibt neue Lernwege, Personalentwicklung der Zukunft und Entwicklung fördern. Alles das, was wir auch hier bei uns praktizieren, in einem noch kleineren Maßstab. Dafür fließt unser ganzes Herzblut in unsere Projekte wie das Nautilusprojekt. Ein tolles Wort habe ich im Buch S.Mile gefunden: Entwicklungsermöglicher. Wow! Wir sind super Entwicklungsermöglicher!! Seit Jahren lautet unser Motto in den therapeutischen Ausbildungen: „Vertrau dem Prozess. Halte es für möglich.“

 

Allen eine Woche voller Entwicklungsmöglichkeiten. Falls du ermöglicht werden möchtest – schau dich gern bei uns um unter www.seelengarten-krokauer.de

Wir freuen uns auf dich!

 

Katja hat das wogende Getreidefeld fotografiert. Zauberhaft sind die Grannen. DAS ist wahrhaft Sommer. Danke für dein Foto!

Hingabe

Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will.

Frank Lloyd Wright, 1867-1959

Ein zartes Bild von Hingabe hat Katja in dieser besonderen Skulptur entdeckt. Danke für dein Foto!

Das wird ein feines Wochenende!

Filmtage stehen an mit superschönen Themen: Salutogenese, Gesprächsführung nach Carl Rogers, die Kunst gelingenden Rapports, Menschenbild, Grundlagen der Achtsamkeit, Spiral Dynamics.

Ich sags mal so – das wird ein krasser Ritt. Das sind allesamt Kurseinheiten für unser neues Nautilusprojekt (www.seelengarten-krokauer.de/Nautius/) zur Persönlichkeitsentwicklung und ebenso grundlegender Bestandteil unserer Coaching- und Therapieausbildungen. Ich bin so dankbar für die tollen Themen, die heute und morgen auf der Filmliste stehen. Was für ein Geschenk, sich in diese Themen so tief einarbeiten zu dürfen und noch viel schöner, das alles weitergeben zu dürfen.

Wir brauchen innere Kraft, Mut und Geduld für die Zukunft. Wie wir immer wieder unsere Kraft, unsere Mitte und unseren Mut finden, werden wir in diesem Jahr, das wir mit den drei Gruppen gemeinsam erleben, erarbeiten oder besser gesagt – uns daran erinnern, denn vieles von diesem Wissen liegt in unseren Herzen als Grundausstattung, wir haben es nur noch nie gesehen, vergessen oder es nicht gewagt, es wichtig genug zu nehmen.

 

Allen ein freundliches Wochenende, bevor wir in den Hochsommer von den Temperaturen her starten.

 

Der Sonnenhut, Echinacea. Sigrid hat diese zauberschöne und sehr, sehr wirksame Heilpflanze, die ganz still in vielen Gärten wächst, fotografiert.

Lehrer und Schüler

Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler.

 

Johann Wolfgang von Goethe

 

Maike hat dieses tolle Foto gemacht. Sie wird bald zu Fuß die Alpen überqueren und dabei vielleicht an Goethe denken. Auf jeden Fall wird diese Wanderung auch eine Reise zum eigenen Inneren. Wir sollten alle immer wieder zu uns selbst reisen und während die Füße den Weg finden, zur inneren Klarheit kommen dürfen. Dazu braucht es – Natur, einen guten Weg, Training und Mut. Danke, Maike!

Blick zurück

Manchmal wundert man sich ja durchaus. Mich fragte gestern jemand nach einem Lied mit Wachtelruf und dem Herrgott. Die Frage bezog sich darauf, dass ein Klient über den Tod des Vaters sprechen wollte. Es dauerte eine Weile, während er mir von seinem Vater berichtete. Dann dämmerte mir das Bild einer Schallplatte hoch mit dem Montanara-Chor, die auch bei meinem Vater oft und gern gelaufen ist. Es war die Waldandacht von Franz Wilhelm Abt und dank Suchmaschinen fanden wir dann das Stück auch recht schnell.

Der Klient berichtete, dass er sich sehr wohl im Wald fühlt und manchmal andächtig gestimmt dort seine täglichen Runden mit dem Hund geht. Er hat dort Ruhe, auch wenn es im Wald selten ruhig ist und kommt innerlich mit sich ins Reine. Was ihm hängen geblieben war und bei seinen Waldgängen immer wieder durch sein Gehirn spukte, war die Zeile „Dann gehet leise nach seiner Weise der liebe Herrgott durch den Wald“, so wie mir auch. Als Kind habe ich oft überlegt, wie denn der Herrgott gehen mag, ob er auch feste Schuhe trägt (Du weißt: Im Lurchiland schallts lange noch!) und vielleicht mit seinem langen Bart im Brombeergebüsch hängen bleibt. Und was sagt mein Klient: „Genau das hab ich mich auch immer gefragt und warum er lieb ist und ich galt als ungezogen.“

Da waren wir beim Thema „Wandlung der Pädagogik im Lauf der Zeitgeschichte“ und uns fiel auf, wie stark jede Generation durch die Geschehnisse ihrer Zeit geprägt ist.

In meiner Kindheit hingen überall die Fahndungsplakate mit den Fotos von Terroristen. Wir standen davor, kauten Kugelkaugummi aus dem Automaten, hatten Bonanzaräder, lutschten chemieverseuchtes Wassereis oder Datschweck und gruselten uns. Besondere Schockmomente, wenn einer sagte: „Du, ist das nicht dein Onkel?“ und alle Blicke der Erwachsenen sich auf uns bohrten. Eiserner Vorhang, kalter Krieg, Atomgefahr – das waren die Erinnerungen unserer Zeit, VW Käfer, Prilblumen und Bluna bei Festlichkeiten neben Käseigel und Stachelbeerbuttercreme (das pure Grauen). Heutige Kinder haben andere Bilder, wenn sie später an ihre Jugend zurückdenken.

All das prägt uns Menschen viel mehr, als wir uns vorstellen können. In dieser Phase wird auch die Macht von Glaubenssätzen grundgelegt und viele Paradigmen. Weil sie kollektiv geglaubt werden, sind Aussagen dadurch wahrer? Halten sich Hummeln an die These, dass sie zu dick zum Fliegen sind?

Wo glaubst du und folgst Thesen, die vielleicht nicht stimmen? Wie können wir uns orientieren in Zeiten von Fakenews und Verwirrung? Gar nicht in vielen Fällen. Wir können immer wieder nur zu uns selbst zurückkehren und versuchen, die bestmögliche Version von uns selbst zu werden, mit unseren Macken, Ecken, Kanten klarkommen und unseren Werten folgen, um unseren Lebensweg zu gestalten.

 

Allen einen liebevollen Freitag! Maike hat ein spannendes Insekt fotografiert in den Bergen – Biene? Hummel? Ich weiß es nicht. Es trägt jedenfalls ein Outfit, das auch bei kühlerem Wetter Schutz bietet. Danke für dein Foto!

Waldandacht

Frühmorgens, wenn die Hähne krähn

Frühmorgens, wenn die Hähne krähn,
Eh‘ noch der Wachtel Ruf erschallt,
Eh‘ wärmer all‘ die Lüfte wehn,
Vom Jagdhornruf das Echo hallt:
Dann gehet leise
Nach seiner Weise
Der liebe Herrgott durch den Wald.

Die Quelle, die ihn kommen hört,
Hält ihr Gemurmel auf sogleich,
Auf dass sie nicht die Andacht stört
So Groß und Klein im Waldbereich.
Die Bäume denken,
Nun lasst uns senken
Vorm lieben Herrgott das Gesträuch.

Die Blümlein, wenn sie aufgewacht,
Sie ahnen auch den Herrn alsbald,
Und schütteln rasch den Schlaf der Nacht
Sich aus den Augen mit Gewalt.
Sie flüstern leise
Ringsum im Kreise:
Der liebe Gott geht durch den Wald.

Leberecht Blücher Drewes, 1816-1870. Vertont von Franz Wilhelm Abt, 1819-1885, Waldandacht, op. 211 no. 3

 

 

Stephanies Foto hat vermutlich genau diesen Moment eingefangen. Wunderschön. Danke für dein Bild!

Lust auf Zukunft?

Verwirrt sind wir in diesen Zeiten vermutlich alle. Die Welt wandelt sich und fordert uns heraus. Das ist nicht schlimm, sondern notwendig. Die Pandemie war ein heftig lauter Schuss, wach zu werden, doch fokussieren wir uns in gewohnter Manier auf Mangel und Angst, anstatt die Frage aufzuwerfen: Wozu soll mich dieses Chaos eigentlich anregen?

Wissen wird in Zukunft immer wichtiger. Wir sollten lernen, wie wir uns Wissen zu vielen Fragen erwerben können. Und wir dürfen hurtig begreifen, dass wir die Kausalkettenwelt Marke „wenn xy so und so ist, dann ist z so!“ längst hinter uns lassen dürfen. Themen sind heute oft so komplex, dass selbst Fachleute Schwierigkeiten haben, Entscheidungen gut abzuwägen.

Wir leben alle auf unseren Wahrnehmungsinseln und sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sie uns im Kopf machen. Wenn ich mich optimal gut aufstelle, Wissen erwerbe, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnisse, kann ich das in den gemeinsamen Topf werfen – bei rund neun Milliarden Schöpfergenies werden wir sehr wohl für alles Wege und Lösungen finden.

Damit wir uns innerlich optimal aufstellen können, haben wir das Nautilusprojekt entwickelt – Persönlichkeitsentwicklung zum Einen, zum Anderen die Option, daraus berufliche Standbeine im Coaching und im Therapeutischen zu machen. Schau mal hier: www.seelengarten-krokauer.de/nautilus/

Im September starten wir unsere gemeinsame Reise. Warum? Weil die Erde ein wunderbarer Ort ist. Weil Lauschen und Lernen Grunderfahrungen sind. Weil Vielfalt Chancen birgt. Weil unsere Welt Neuanfänge braucht. Wir haben die Kraft, mit Herausforderungen klarzukommen und das trainieren wir. Bildung mit Herz und Charakter plus X.  Bist du mit dabei? Wir freuen uns auf dich.

 

Allen einen freudigen Jupitertag! Das feine Foto zur Einladung in einen stillen Moment im lauten Alltag hat Theresa für uns gemacht. Dankeschön!

Klingelt was bei dir?

Sich verwirrt zu fühlen, ist der Anfang des Wissens.

Khalil Gibran

Manchmal klingt etwas in unserem Herzen an – eine Erinnerung „Wolltest du nicht …?“ Was kannst du wahrnehmen in dir?

Kneippen ist Lebenshilfe

Gesundheit kann man nicht kaufen, das wusste schon der Wörishofer Pfarrer Sebastian Kneipp, der sich mit Wasseranwendungen von einer schweren Krankheit (Tuberkulose) heilte und sein Leben lang Menschen half, ihre Gesundheit, soweit es möglich war, wieder zu erlangen. Kneipp war ein ausgezeichneter Beobachter und Forscher in vielen Bereichen, erkannte früh die Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Geist und prangerte die Missstände seiner Zeit mit markigen Worten an.

Am Montag waren wir eine muntere Gruppe von Menschen, die sich in der Praxis zum Kneippseminar trafen. Thema am Montag war „Kneipp bei Stress“ und davon haben alle vermutlich genug. Nach einer kurzen Einführung in die Lebensgeschichte des Stephansrieder Leinenwebersohns schauten wir uns die Grundlagen der Kneippschen Ordnungstherapie an:

– Ernährung

– Bewegung

– Heilpflanzen

– Wasseranwendungen

– Lebensordnung

Es ging darum, dass Kneippanwendungen kurz sind, keine Rosskuren mit eiskaltem Wasser wie befürchtet, sondern es ganz sanft mit Waschungen und einfachen Güssen starten kann. Minze und Zitronenmelisse im Wasser waren Anwendungen aus dem Bereich „Heilpflanzen“, die Fußraupe zum Aufwärmen bei kalten Füßen (Wasseranwendungen mit kaltem Wasser werden nur mit warmen Gliedmaßen durchgeführt) aus dem Bereich Bewegung, abwechslungsreiche Ernährung, um ausreichend Vitamine und Mineralstoffe zu haben und die innere Haltung dem Stress gegenüber folgten. Ganzkörperwaschung, Gesichts- und Knieguss waren die Anwendungen des Abends, wer wollte, konnte zum Abschluss einen entspannenden Knieguss testen und die Menschen, die noch eine weite Heimfahrt hatten, machten sich fahrfit mit einem kurzen Armbad im Garten.

Am nächsten Montag ist unser Thema „Schlaf“. Dazu gab es schon viele Fragen im Vorfeld. Schlaf ist eines der schwerwiegenden Themen unserer Zeit, denn Schlaf ist lebenswichtig und wir verhindern ihn durch unsere Art zu leben oft sehr effektiv.

Wer Interesse an so ganz praktischen Seminaren hat, bei denen wir auch üben, wie die Anwendungen gemacht werden – am 12. und 19. Juli habt ihr an der VHS Kitzingen die Möglichkeit, beim Kneippseminar „Fit auch bei Sommerhitze“ teilzunehmen. Dazu bitte anmelden direkt bei der VHS, hier ist euer Link: https://www.vhs.kitzingen.info/programm/gesundheit.html?action%5B91%5D=course&courseId=581-C-22F37161KT&rowIndex=3

 

Wer in der Nähe eine Kneippanlage hat wie die auf dem Foto in Bad Wörishofen – nutzt das. Jetzt anfangen mit dem Kneippen, damit wir alle im Herbst und Winter auf ein gutes Immunsystem zurückgreifen können. Wasser hat jeder daheim, oder?

Allen einen erfrischenden Merkurtag und frohes Abkühlen durch Abwaschungen mit zimmerwarmem Essigwasser, einem Knieguss oder den Armen im kühlen Wasser im Waschbecken am Mittag!