Monthly Archives: Dezember 2020

Was möchtest du neu ins Leben einladen?

 

Thomastag. Hinter unserem Kalendertürchen verbergen sich viele Aspekte dieses besonderen Tages im Jahr. Traditionell ist es der Tag, an dem man etwas abschließt, um Neues zu ermöglichen. Ausgeliehenes wird zurückgegeben. Für viele fällt jetzt der Startschuss zu den Rauhnächten. Es ist der Wintersonnwendtag, der kürzeste Tag des Jahres und die längste Nacht.

Dieser Tag ist ein Wandlungstag. Jetzt können wir mit neuem Schwung und geistiger Tiefe, die wir dem Winter verdanken, Neues initiieren. Nach einem Jahr wie diesem wäre das eine wunderbare Gelegenheit, sich klar zu machen, was nicht mit in 2021 genommen werden soll. Zurücklassen dürfen wir Angst und Sorge, den Zweifel, der Thomas, dem Lieblingsjünger von Jesus, ganz besonders nachgesagt wird. Es ist ein Tag, an dem wir abschließen, ein Buch zuklappen. Wir tauchen auf aus der Geschichte des Jahres 2020 und erkennen, wo und wer wir sind. Das verliert sich manchmal, wenn man tief eingetaucht ist in eine spannende Geschichte. Da muss man erstmal wieder ankommen in der Realität, sich sortieren und neu einjustieren.

Genau das ist die Qualität dieses Tages. Sich neu ausrichten und einnorden. Da betrachte ich es als ein großes Geschenk, dass der Earthkeepers Summit über drei Tage geht und das Gehirn die Möglichkeit bekommt, sich vielem Neuem zu öffnen, inspiriert zu werden und zu wissen, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen. Und beachten wir bitte die Jupiter-Saturn-Sternkonstellation, trotz der 650 Millionen Kilometer Entfernung zwischen beiden Planeten.

Vielen von uns ist die Lebensfreude in diesem Jahr ein wenig abhandengekommen. Ihr seid herzlich eingeladen, an diesem Tag die Hoffnung neu und frisch in euer Leben zu lassen. So sicher, wie in der Mittwinterzeit das Licht als kleiner Funke wiedergeboren wird, so werden wir es schaffen, gemeinsam die Herausforderungen dieser Zeit zu gestalten. Es ist nicht der Moment, um in die Angst zu gehen, sich vor der Dunkelheit zu fürchten, sondern das Licht einzuladen. Seit alters her gibt es Rituale, die mit diesem Licht in der Winterzeit zu tun haben. Immer ist es die Hoffnung, die wiedergeboren wird und genau das ist die Seelennahrung, die in diesen Tagen gebraucht wird.

Es ist schwer für Menschen, deren Angehörige gerade in Krankenhäusern vielleicht alt und mit Schmerzen liegen, dass derzeit Besuchsverbote sind und nur noch Sachen an der Pforte abgegeben werden dürfen, kein persönlicher Kontakt mehr ist jenseits des Telefons (was bei alten Menschen auch schon oft nicht mehr gut geht). Es ist vieles andere gerade schwierig. 2021 wird vieles anders und das Neue macht Angst.

Umso wichtiger ist es, dass wir alle an diesem so besonderen Tag im Jahr das Licht einladen, wiedergeboren zu werden in unserem Geist als Weisheit, in unserem Herzen als wärmende Liebe und in unserem ganzen Sein als Hoffnung.

Was beendest du heute und was ist deine Vorstellung für 2021?

Für alle, die Räucheranregung brauchen: Wir werden am 6. Januar unseren Aromapflege-Räucherkurs online halten. Infos und Anmeldung direkt über die Homepage hier: https://www.seelengarten-krokauer.de/aromapflege/

Ich wünsche euch einen guten Wochenstart in die letzten Arbeitstage vor Weihnachten. Verlieren wir nicht die Hoffnung und bewahren wir das Licht.

Das Leben mal kurz aufräumen

Zwei Türchen haben wir am Wochenende. Hinter dem Samstag verbirgt sich die Einladung, aufzuräumen. Damit ist nicht nur das normale Aufräumen gemeint, das die Arbeitswoche quasi beendet. Wenn alles schön sauber und ordentlich ist, ist frei. Das stammt aus der Zeit, als samstags ab Mittag Ruhe im Land war. Die Schulkinder hatten samstags noch Schule bis um 12, da schlossen die Geschäfte. Vielfach war das der klassische Putztag. Wenn alles geschafft war, begann der erholsame Teil.

In diesem Jahr habe ich mit so vielen Menschen wie noch nie den Alltag strukturiert. Das war notwendig, denn wenn die äußeren Rahmenbedingungen für eine Tagesgestaltung deshalb fehlen, weil es im Homeoffice oft wurscht ist, ob man um 7 oder um 11 Uhr anfängt, ist bei vielen auch jegliche Struktur verloren gegangen. Dann rutschen wir schnell in eine ausgesprochen lasche Haltung, in der gar nichts mehr geschieht. Andere haben vor lauter Angst, dass man glauben könnte, sie arbeiten zu wenig, gleich durchgearbeitet und abends um 19 Uhr gemerkt, dass sie längst Feierabend haben. Deshalb haben wir gemeinsam mit den Menschen die Tage grob strukturiert um die Mahlzeiten herum, denn auch das ist in Coronazeiten oft sehr lasch gehandhabt worden. Hauptsache satt, schnell und wenig Aufwand, wenn das Buffett in der Kantine flachfällt. Frage: was bist du dir selbst wert? Du bist, was du isst.

Die ausgewaschenen Schränke vom März sind mit Sicherheit wieder im leichten Chaos. Viele haben sich einige Sachen angeschafft über das Jahr als Ersatz für ausgefallene Ferien und andere kleinen Belohnungen. Da stapelt es sich nun, das ungebrauchte Zeug, an dem die Freude nur kurz währte.

Besitz verpflichtet, heißt es. Damit sind nicht nur Häuser gemeint, sondern auch unser normaler Hausstand. Less is more. Wenn man nicht mehr weiß, wo die Weihnachtsdeko hinsoll, steht zu viel rum. Raus mit allem, was man nicht wirklich heiß und innig liebt. Weg damit. Verkaufen, verschenken, weggeben, was das Herz nicht freut. Ein anderer hat vielleicht Gefallen daran. Entrümpeln wir unser Leben. Entdecken wir in den Tiefen der Schränke die wahren Schätze. Schöne Tischdecke? Auf den Tisch damit! Tolle Gläser? Auf den Tisch damit! Das schicke Kleid? Anziehen, auch im Homeoffice, denn schick machen wir uns, weil wir uns damit gefallen, nicht, um irgendwem eine Botschaft zu schicken, oder? Behalten wir das, was für uns einen wahren Wert hat. Trennen wir uns von Sachen, Mitgliedschaften, Zugehörigkeiten, Vorstellungen, Urteilen, schlechter Musik, grusligen Büchern, nicht passenden Kleidungsstücken und allem, was wir nicht regelmäßig wirklich brauchen!

Ähnliches ist für den Sonntag hinter dem Kalendertürchen. Der Aspekt liegt hier auf toxischen Beziehungen. Wir kennen alle Menschen, die uns nicht gut tun. Wenn wir mit ihnen zu tun haben, fühlen wir uns nicht erfreut, gestärkt oder belebt, sondern wie vom Laster überfahren. Wir sind genervt, wenn wir nur ihre Stimme hören. Wir rollen die Augen, wenn wir sie von weitem sehen. Leute, bei denen wir im Supermarkt in die nächste Regalreihe hopsen und hoffen, dass sie uns nicht bemerkt haben. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um den Kontakt zu beenden, oder nicht?

Setze dich in Ruhe am Sonntag mal eine Weile hin. Gehe die Menschen durch, die in deinem Leben sind. Fange mit den engsten Menschen an und gehe immer weiter nach außen. Wer tut dir gut? Wer nicht? Warum? Kannst du etwas unternehmen, um Beziehungen zu verbessern? Hast du schon alles getan und es ist nicht gut geworden? Nur noch genervt? Dann mache dir bewusst, was du diesem Menschen verdankst. Wofür du ihm dankbar bist (und sei es, dass uns dieser Mensch gern die eigenen Fehler aufgezeigt hat, was auch eine heftige Aufgabe sein kann!). Schreibe das auf. Entweder sprichst du mit dem entsprechenden Menschen, sagst ihm, weshalb du dankbar bist, dankst ihm und sagst ihm, dass du dennoch erstmal auf Abstand gehen willst oder du schreibst es.

Klar kann man auch die Variante wählen „ich mach einfach garnix“. Das funktioniert im Lockdown mit Sicherheit. Frage: Warum traust du dich nicht? Bist du dir nicht sicher? Dann überlege es noch einmal. Willst du dir jemanden „warmhalten“? Ist das eine würdige, wertschätzende Haltung? Hast du Angst vor Ärger? Kann passieren. Oder Angst, dass die Person sagt „ich hätte dir das auch schon ewig sagen wollen“ und du bist beleidigt? Auch das kann passieren. Werde dir der Gründe bewusst, warum du jemanden nicht mehr in deinem Leben haben möchtest. Haben sie mit dir zu tun, kläre das. Haben sie mit dem anderen zu tun, beende liebevoll und achtsam den Kontakt.

Manchmal trennen sich Wege, weil sich die Menschen verschieden entwickeln. Das ist weder gut noch schlecht, es ist. Dann darf man sich bedanken bei Weggefährten und seines Weges gehen. Auf freundliche, wertschätzende und dankbare Art und Weise.

So entsteht Ordnung, so wächst Freiraum. So können neue Menschen ins Leben kommen, wenn wieder Raum für Neues geschaffen worden ist.

Aufräumen erleichtert. Beenden toxischer Beziehungen ist gesundend. Sollte die toxischste Beziehung in deinem Leben die zu dir selbst sein – hole dir Hilfe. Es gibt immer Gründe, warum wir agieren, wie wir es tun. Schau es dir an, werde dir darüber klar und bewusst und dann gehe neue Wege.

Allen ein wertschätzendes Wochenende.

 

Sonnenscheinfoto von Steffi, lieben Dank!

Einssein

Du und ich – wir sind eins. Ich kann dir nicht wehtun, ohne mich zu verletzen.

Mahatma Gandhi

Das hat sich der Baum auch gedacht und es dennoch unternommen, das Schild anzunehmen in sein Leben. Sigrid hat das Foto gemacht, vielen Dank!

Seelenwärmer

  1. Türchen – dahinter verbirgt sich der Überraschungstag. Wen kannst du heute freudig überraschen? Wer fällt sonst aus deinem Aufmerksamkeitsraster, verdient jedoch Wahrnehmung?

Viele Menschen tragen jeden Tag dazu bei, dass wir so leben können, wie wir es tun. Dass wir frühs die Zeitung zum Frühstück aus dem Kasten ziehen können, verdanken wir Menschen, die nachts die Druckmaschinen bedient, die Zeitungen an die Verteilstationen gebracht und vor allen Dingen dann die Exemplare in die Kästen gesteckt haben. Im Winter ist das Horror! Unbeleuchtete Wege, rutschige Betonplatten, ungesicherte Treppen und eiskalte, klamme Finger, die kaum die angefroreren Kästen aufbekommen ist eine Meisterleistung. Wir haben früher Zeitungen ausgetragen und in einem Neubaugebiet gab es keinerlei Hausbeleuchtung, dafür jede Menge Stolperfallen. Es wäre eine gute Überraschung, dem Zeitungsausträger Danke zu sagen und vor allen Dingen für einen sicheren Weg zum Haus zu sorgen, oder?

Dass die Brötchen frisch sind zur ersten Mahlzeit am Tag verdanken wir den Bäckern, die nachts in der Backstube stehen, den Ausfahrern, die die Brötchen in die Filialen transportieren und den Verkäuferinnen, die oft ab halb fünf frühs einräumen. Ihnen mal mit einer Überraschung den Tag zu verschönern wäre auch ein Plan.

So geht es weiter – wir haben so viele Menschen, die wir überraschen können. Denken wir auch an die Menschen, die auf der Straße leben. Seit Jahren bin ich mit dabei beim Berliner Streem, einem super Magazin, das von Obdachlosen verkauft wird, den Erlös dürfen sie behalten. Eine Rubrik in Streem (https://www.streem-magazine.de/) sind Interviews mit Menschen auf der Straße. Dieses Schicksal kann jeden von uns treffen. Spenden sind für Institutionen aller Art eine gute Überraschung, denn ihre Arbeit ist in diesem Jahr ganz schön benötigt worden.

Wo kannst du den Partner und dich selbst überraschen? Schön gedeckter Tisch, das Lieblingsessen einfach mal so zwischendurch sind tolle Freumomente, denn die Zeit vor den Feiertagen ist in dieser aktuellen Situation oft hektischer als gewöhnlich.

Ich wünsche allen Patienten, dass die beste Überraschung des Tages gute Werte sind, erfolgreiche Therapieresultate, negative Befunde, verschwundene Metastasen, Senkung von belastenden Medikamenten, Entlassdiagnosen, weil es besser geht.

Wer noch eine feine Überraschung braucht und Sinnvolles schenken möchte – wir haben Gutscheine für Vorträge, Ausbildungen, Seminare und „Seelchen“. Das Seelchen ist ein Geschenkgutschein für eine Stunde Gespräch. In einer Stunde kann vieles bewegt werden. Wer gern ein Seelchen möchte, gebe mir Bescheid, hier ist auch ein Link für Kurzentschlossene, da könnt ihr euch das Seelchen runterladen, ausdrucken und verschenken. Manchmal ist das eine riesige Entlastung für Menschen in Krisenzeiten. Hier der Link: https://www.seelengarten-krokauer.de/wp-content/uploads/2018/09/Seelchengutschein.pdf

Überrascht euch selbst – wann immer ihr an einem Spiegel vorbeigeht, zeigt euer schönstes Lächeln. Euch selbst.

Allen einen freundlichen Venustag!

 

Claudia hat die besternten Hagebutten fotografiert. Danke!

Überraschung!

Eine der großen Entdeckungen, die ein Mann machen kann, eine seiner großen Überraschungen besteht darin, zu entdecken, dass er das tun kann, was er fürchtete, er könnte es nicht tun.

Henry Ford

Gilt für Frauen ganz genauso. Bei diesem Foto von Manuela (DANKE) erwarte ich zwei Männer und den Mond, denn die Perspektive erinnert so sehr an Caspar David Friedrichs Werk „Zwei Männer, den Mond betrachtend“. Kunst ist überall. Wir vermissen euch, Künstler!

Schön, dass es dich gibt!

Dankbarkeit verbirgt sich hinter unserem heutigen Türchen. Danke ist das kürzeste Gebet. Wir haben alle jeden Tag viele Male Grund zum Dankesagen. Allein die Tatsache, dass wir morgens aufstehen können, uns anziehen, waschen, frühstücken dürfen ist ein Geschenk des Lebens an uns. Wenn uns Menschen begegnen, mit denen wir arbeiten, die „Guten Morgen“ sagen, wir vielleicht mit Kunden Kontakt haben oder unsere Arbeit im Homeoffice online erledigen – so oft haben wir die Möglichkeit, uns zu bedanken. Danke für das nette Gespräch! Danke, dass Sie mir da weiterhelfen konnten! Danke für Ihre Geduld!

Wir haben jede Menge Grund zur Dankbarkeit, wenn wir Freunde und Familie haben. In diesem Jahr dürfte wirklich jeder gemerkt haben, wie wichtig Menschen für uns alle sind. Viele Male können wir Danke sagen, vor allem auch im privaten Bereich, dort halten wir leider vieles für selbstverständlich. Es ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, wenn jemand das Essen kocht. Den Boden saugt und wischt. Den Kühlschrank bestückt, die Socken stopft, die Kinder bespaßt, Homeschooling beaufsichtigt, den Garten sauber hält und die Fenster dekoriert, oder? Was jeder beiträgt, liegt an seinen Möglichkeiten. Doch egal, was es ist, wie „groß“ oder „klein“ uns das auch vorkommen mag – es ist nur ein Moment, den ein Dankeschön braucht. In wirklich harten Momenten des Lebens ist die reine Anwesenheit von Menschen das größte Entgegenkommen. Ein Danke kann auch ein Blick, ein Händedruck sein, eine stille Umarmung.

Dankbarkeit ist die Grundlage des Glücks. Ohne Dankbarkeit geschieht nichts. Es ist nicht zu erwarten, dass alles funktioniert. Wir wissen, dass vieles nur deshalb klappt, weil jede Menge Menschen heimlich, still und leise im Hintergrund viel mehr tun als sie müssten, damit alles am Laufen bleibt. Gerade in diesem Jahr sollten wir das besonders bemerken!

Achten wir auf diese kleinen Wunder während des Tages, wo wir innerlich danken dürfen. Danke für liebe Post, Mails, Rückmeldungen. Danke für das Essen auf dem Tisch. Ich bin sehr dankbar, dass wir es warm und schön haben. Dankbar, dass wir arbeiten dürfen und können. Dankbar, dass unsere Arbeit so sinnvoll sein darf, das betrachten wir als eines der besten Geschenke. Dankbar, dass die Kinder ebenfalls gute Arbeit haben und vorankommen. Dankbar, dass im Vorratsraum viele Gläser Apfelmus, Marmeladen, Flaschen mit Saft stehen als Resultat der Gartenernte in diesem Jahr. Dankbar für warme Socken und guten Tee, den fleißige Hände gepflückt haben. Dankbar für die Menschen, die die Bohnen für den Kaffee angebaut, geerntet, verpackt, geröstet und gemahlen haben.

Ist uns bewusst bei allem, was wir während des Tages in die Hand nehmen, wie viele Menschen und Ressourcen beteiligt waren an der Herstellung oder dem Anbau? Sehen wir diese gigantische Kette der Verbundenheit rund um den Planeten? Ist das nicht unfassbar großartig? Der Kapitän, der das Frachtschiff gesteuert hat, die Menschen, die die Ladung gelöscht, auf Züge geladen, verschickt, eingeladen, ins Regal gestellt haben. Sie alle haben unseren Dank verdient, ebenso wie die unsichtbaren Helfer, die für Gas, Wasser und Strom sorgen. Die Regale befüllen. Die Straßen sauber halten, den Müll abtransportieren.

Wem kannst du heute alles DANKE sagen?

Hast du DIR schon gedankt, dass du freundlich zu dir selbst sein darfst und gut für dich sorgen?

Danke, dass es dich gibt. Schön, dass es euch alle gibt.

 

Danke an Gabi für das tolle Foto.

Heute schon gelacht?

Als ich den Adventskalender konzipierte, wusste ich nicht, dass das Land am 16. 12. in den verschärften Lockdown geht. Was ich aber wusste, ist, wie wichtig es ist, dass wir endlich wieder alle miteinander lachen. Deshalb nannte ich diesen Tag im Vorfeld bereits „Tag der Lachanfälle“ und wünsche mir sehr, dass wir das auch umsetzen!

Als Kinder lachen wir gern, Erwachsene schaffen das rund 17 Mal am Tag (glaube keiner Statistik, die du nicht selbst …). Bei kleinen und großen Menschen hängt die Häufigkeit schlichtweg davon ab, dass wir mit anderen Menschen fröhlich interagieren und das ist gerade ein wenig erschwert.

Die Vorteile des Lachens liegen auf der Hand: Lachende Menschen fühlen sich nicht nur glücklicher, sie haben weniger Schmerzen, weil Lachen andere Neurotransmitter ausschüttet als Tristesse. Wer einen Lachanfall hat, schüttelt sich, das ist ein hervorragendes Mittel zum Stressabbau. Wenn das Zwerchfell bebt, entspannt sich unser Bauch, lässt der Zug der Muskulatur im Rücken nach und angeblich werden dann auch die Gelenke wieder besser geschmiert, was manchen Gelenkrheumatiker freuen dürfte. Therapeutisches Lachen quasi.

Was davon nun wahrhaft stimmt, sei dahingestellt. Fakt ist, dass Lachen eine Qualität ist, die uns zu etwas Besonderem macht. Geschichte wie „Das verkaufte Lachen“, der „Name der Rose“ und viele mehr belegen die Relevanz des Lachens. Wer lacht, ist bei sich, total im Hier und Jetzt, genießt den Moment. Gemeinsam Lachen ist Verbundenheit und irgendwann eine großartige Erinnerung Marke „Weißt du noch, als wir damals den krassen Lachanfall hatten und …“.

Wer aus dem Herzen heraus lacht, hat in diesem Moment einen freundlichen, freien Geist. Er hat offene Herzenstüren. Er sieht die Welt mit frohen Augen an. Er atmet tief, denn Lachen braucht viel Luft, er schüttelt sich richtig durch, bewegt sich, belebt sich und Lachen steckt erfreulich gesundend an. Viele Menschen gehen zum Lachyoga, weil die Wirkung so gut tut.

Im Augenblick haben wir offenbar wenig zu lachen. Dass unser Humor ungebrochen ist, zeigen viele spaßige Posts, die derzeit das Netz fluten. Manchmal müssen wir dann einfach nur lachen. Lachen aus Freude hat eine andere Qualität als schadenfrohes Lachen, verächtliches Grinsen oder pubertäres Kichern. Es nährt, stärkt und ist sicher keine schlechte Sache fürs Immunsystem.

Herzliche Einladung, an diesem Mittwoch immer wieder das Lachen zu suchen. Loszulachen, sich wegwerfen vor Lachen, Freude im Herzen zu empfinden. Es ist das Wohltuendste, was wir uns an diesen kalten Tagen gönnen können. Lachen nimmt Druck, Angst und Sorge vom Herzen und lässt die Sonne aufgehen. Auf viele Lachanfälle könntest du es an diesem Wochenteilungstag schaffen? Selbst wenn du alleine bist an diesem Tag – stell dich vor den Spiegel und fang an. Schau, was geschieht.

 

Als Kind in der Hollywoodschaukel galt es wenigstens für den Fotografen zu lachen 🙂

Hoffnung, Schlaf und Lachen

Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Tages zu tragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.

Immanuel Kant

Als wir in einer GlücksWERKstatt ein Mandala aus Pflanzen und Bildern legten, hatte die Freude einen wichtigen Platz! Und wir hatten an diesem Abend richtig viel zu lachen. Wie immer bei der GlücksWERKstatt.

Austausch erwünscht!

Hinter unserem Adventstürchen versteckt sich heute die Weihnachtspost. Der neuerliche Lockdown sorgt dafür, dass viele Geschenke nun versandt werden müssen, weil so mancher Besuch ausfällt. Es wird also ein vermutlich eher stilleres Fest werden, auch Silvester sieht nicht nach großer Sause aus. Zeit also, sich die spannende Konstellation der Planeten am Himmel anzuschauen, die uns am 21. 12. dann maximal erfreuen wird. Jupiter und Saturn werden so am Himmel stehen, als wären sie direkt nebeneinander. In Wirklichkeit sind es fast 650 Millionen Kilometer Abstand, aber die Konjunktion der beiden wirkt eben so, als wären sie nebeneinander. Sie kommen sich jetzt Tag für Tag ein Stückchen näher und es ist ein beeindruckendes Himmelsschauspiel.

In diesem Jahr ist so viel bei uns zu tun durch die Pandemie, dass wir keine Briefpost versenden. Deshalb haben wir gestern unseren Weihnachtsgruß online gestellt und per Mail verschickt an alle, die den Newsletter haben.

Unsere Einladung richtet sich heute nicht an „normale“ Weihnachtspost, sondern an unsere Achtsamkeit in Bezug auf Menschen im Lebensumfeld. Viele können an Weihnachten nun nicht von Verwandten und Bekannten besucht werden. Das bedeutet ein höheres Maß an Einsamkeit. Oft weiß niemand von dieser Einsamkeit! Wer also Menschen kennt, die einsam sind an den Festtagen – schreibt einen Brief, legt Teebeutel dazu, das macht Freude. Vielleicht ergibt sich ein schönes Telefonat an den Festtagen. Denkt daran, wie sehr ihr euch selbst in so einem Fall freuen würdet, wenn jemand an euch denkt und bemerkt, dass ihr vielleicht alleine seid.

Für die alleine lebenden, die sich einsam fühlen, eine Bitte: Oft weiß das Umfeld, die Nachbarn, die Menschen in der Straße nichts von der Einsamkeit, so ist die Welt gestrickt. Macht bitte den Mund auf und zeigt euch! Hängt Zettel auf, werft euren Nachbarn eine Weihnachtspost in den Briefkasten mit eurer Telefonnummer, eurer Verbindung, dann wissen sie, dass ihr gern mit jemandem sprechen würdet. Es ist die falsche Zeit für Stolz. Einsamkeit kann krank machen. Also, ihr Lieben: Wer einsam ist, möge Laut geben. Ich habe hier eine Liste einsamer Menschen, die sich freuen würden, in Kontakt zu kommen. Gebt Bescheid! Wenn niemand etwas von eurer Sorge und Einsamkeit weiß, kann auch niemand kommen und helfen.

Vergesst Stolz und so einen Krempel, wir sind alle Menschen. Und die, die Kapazitäten haben – ebenfalls melden. Es gibt unten eine Kommentarfunktion. Wie wäre es mit: Biete – Tausche? Niemand soll an Weihnachten traurig und alleingelassen sein. Habt eure Nachbarn im Auge, vor allem in großen Städten mit Wohnsilos, da bemerkt keiner, dass jemand einsam ist. Und alle Einsamen kommen bitte mal zum Vorschein, damit Vernetzung möglich ist. Wer weiß, vielleicht ergeben sich Kunstkreise, Kulturfreunde, Leserattenrunden, Kochrezeptetauscher – so sehr verschieden sind unsere Bedürfnisse nicht voneinander, oder?

Also: Wer was anbieten kann an Zeit, Telefon, Videokonferenz bitte in die Kommentare stellen. Wer was sucht, bitte ebenfalls und zwar konkret, was ihr sucht. Dann kann der eine oder andere das sehen und sagen – oh, super! Ich suche schon ewig jemanden, mit dem ich über Philosophie, Häkeltopflappen, Märchen, Musik und was immer in den Austausch gehen kann. Jetzt brauchen wir solche Herzensinitiativen, damit das Fest für alle rund wird.

Traut euch, macht euch sichtbar. Einsamkeit ist kein Makel, sondern ergibt sich oft aus vielen Gründen. Menschen brauchen Menschen. Hilfe ist immer direkt am besten.

Allen einen tatkräftigen Dienstag!

 

So wie unsere Tür stehen viele Herzenstüren offen. Sagt, wenn ihr eine offene Tür habt und gebt Bescheid, wenn ihr eine offene Herzenstür braucht.

Unser Weihnachtsbrief für euch

Ihr Lieben,

Unser Weihnachtsgruß kommt in diesem Jahr elektronisch. 2020 ist vieles anders, als wir das vor einem Jahr dachten.

Der Lockdown kurz vor den Feiertagen ist anders als der im Frühjahr. Damals dachten alle: WIR schaffen das. Unterstützung brandete wie eine Welle über das Land hin. Alle waren bereit, alles zu tun, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Nun ist jedem bewusst, dass wir mit der Pandemie noch lange befasst sein werden, die Anstrengungen noch nicht erfolgreich sind.

Dazwischen liegen Monate voller Auf und Ab. Hoffnung wechselte sich mit Panik ab. Hass flutete das Netz. Solidarität flutete das Netz. Corona ist eine Pandemie, die wellenartig Emotionen auslöste und auslöst. Doch die Pandemie ist nicht das Thema, um das es geht. Sie ist eine Art Brandbeschleuniger, der aufzeigt, wo die wahren Probleme liegen. Sie liegen in der schlichten Erkenntnis, dass die Welt als Ganze nicht so weitermachen kann wie bisher.

Corona zeigt uns auf, dass wir sofort anfangen müssen, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen. Wir denken, dass Angst der schlechteste Ratgeber ist. Angst ist etwas, was klein und verzagt macht. Angst wirkt tief in das System des Menschen: die Psyche wird gelähmt, die Seele getötet. Körperlich löst Angst schwere Störungen aus, angefangen von massiver Muskelverspannung bis hin zu Erkrankungen, die durch Angst entstehen oder verschlechtert werden.

Wir haben keine Zeit für Angst. Wir haben Herausforderungen, denen wir uns mit klarem Blick stellen dürfen. Die Welt ist so komplex, dass wir mit unseren alten Denkmustern und Wertungen keine Chance mehr haben. Es geht nicht mehr um „gut“ oder „schlecht“, „richtig“ oder „falsch“. Die alten Kategorien und Schubladen sind ebenso zu verabschieden wie unsere Gier nach „mehr und sofort“.

Die Aufgaben der Zukunft betreffen das gesamte Leben auf dem Erdball:

– Bildungssysteme müssen neu aufgebaut werden, denn wir brauchen Herzensbildung, Charakterstärke und mutige Menschen, die Aufgaben erkennen und aktiv angehen,

– Gesellschaftssysteme brauchen Veränderung: Alte, kranke, behinderte Menschen gehören nicht an den Rand der Gesellschaft ins Outsourcing, sondern wieder mitten hinein, damit wir wieder Gesellschaften mit Verantwortung und Herz werden,

– Wirtschaftssysteme werden neu gedacht und umgesetzt: Wir erkennen, dass Elternsein ein Beruf ist, der vergütet werden sollte, Familien dürfen keine Karrierebremsen sein, es geht nicht um Ausbeutung, sondern verantwortungsvolle Nutzung und vieles mehr. Berufsbilder verändern sich. DienstLEISTUNGen sind Grundlage einer neuen Gesellschaft. Soziale Arbeit wird wichtig, wenn KI viele andere Aufgaben übernimmt. Machen wir uns klar, dass die alte Konsumgesellschaft ausgedient hat. Es wird nun eine Welt des sozialen Miteinanders, der Verantwortung aller für alles kommen dürfen,

– Landwirtschaft ist ein System, das auf Respekt, Wertschätzung und Arbeit MIT der Natur basiert, nicht auf Ausbeutung, Profit und Gier,

– Politiker vertreten die Interessen aller Bürger. Sie tragen viel Verantwortung und sollten die Linien der Politik bestimmen. Das geht nur, wenn alle im Gespräch sind, wenn gelauscht wird auf das, was ist und werden möchte,

– Meinungsbildung ist komplex. Hören wir auf, Lager zu bilden, die das Land spalten! Es ist vieles komplizierter als wir meinen. Hören wir mit offenen Herzen hin und versuchen wir zu erkennen, dass alle Menschen sehr ähnliche Bedürfnisse haben. Sie müssen wir sehen und verbinden mit den Bedürfnissen, die der geschundene Planet hat, dann kann es gut werden,

– Liebe ist die Grundlage allen Seins. Wir sehen sie derzeit sehr selten. Wie wäre es, wenn Weihnachten, das Fest der Liebe, uns daran erinnert, um was es im Leben wirklich geht?

– Menschlichkeit ist das Wichtigste, was wir unseren Kindern vorleben dürfen,

– Würde ist wie ein Wegweiser fürs Leben. Würde gegenüber allem Leben: Pflanzen, Tieren, Menschen, dem gesamten Kosmos,

– Erinnern wir uns daran, stets so zu handeln, dass wir niemandem schaden,

– Freiheit entsteht im Kopf. Gedanken sind niemals einsperrbar. Nichts kann sie bremsen. Setzen wir die Kraft der Gedanken endlich für das Wahre, Gute und Schöne ein,

– Beenden wir Zwietracht, Hass, Misstrauen, Gier, Neid und andere Gifte dieser Art.

 

Weihnachten ist schlicht. Ein Kind wird geboren. Es schenkt Hoffnung und pflanzt das Licht in unser Herz. Genau darum geht es. Seien wir alle Lichter, die leuchten. Lichter der Hoffnung und der Freude. Bewahren wir Ruhe, einen starken Mut, einen aufrechten Sinn und seien wir bereit, die Herausforderungen der Zeit mit Freundlichkeit, Würde, Liebe, Respekt, Wertschätzung und sehr, sehr viel Bereitschaft, von jedem zu lernen, anzunehmen. Wir alle sind eingeladen, uns zu verändern. Jetzt ist die Zeit.

Wir wünschen allen, dass dieses Jahr Weihnachten in unseren Herzen wird, egal, wie wir es feiern werden. Machen wir uns bewusst, dass Liebe alles verbindet, egal, wie weit weg Menschen sein mögen. Nehmen wir in unseren Herzen alle mit, die zu unserer Familie gehören. Das sind am 13. 12. um 16.20 Uhr genau 7 854 230 250 Menschen, denn sie alle gehören zur Familie der Menschen, davon gibt es nur eine Sorte auf dem Planeten. Wir werden gemeinsam die Herausforderungen der Zeit annehmen, denn der Weg aus der Krise führt mitten durch die Angst hin zu Freude, Licht und Vertrauen. Lasst uns gemeinsam gehen. Hand in Hand, Herz an Herz. Beenden wir den Hass, die Zweifel, die Trennung. Wir schaffen es. Gemeinsam.

Allen von Herzen das Beste. Bleiben wir alle gesund. Verbinden wir die Herzen, nicht die Internetleitungen. Gehen wir keinen Millimeter ab vom Pfad des Vertrauens.

 

Eure Herzwerker

Christine und Christoph Krokauer

 

 

DANKESCHÖN

 

Wir danken allen Menschen, die in diesem Jahr als Klientinnen und Klienten in unseren Praxen waren. Vielen Dank für euer Vertrauen. Es ist uns eine Ehre, mit euch zu arbeiten. Wir sind auch zwischen den Jahren für euch da, denn wir wissen, wie schwer die Zeiten sind. Es ist wichtig, sich jetzt gut aufzustellen, die Angst hinter sich zu lassen und das Positive zu sehen, das unsere Zeit bietet. Wir haben alle Chancen, jetzt mit dabei zu sein, wenn die Welt ihr Antlitz wandelt. Wer gern Zeit verschenken möchte: nutzt ruhig einen Seelchengutschein. Viele sind in Not und froh über eine Stunde Unterstützung.

Hier ist der Link zum Seelchen: https://www.seelengarten-krokauer.de/klienteninfo/#1536956149012-830c8144-8414

Wir danken allen Menschen, die in diesem Jahr als Lernende in unseren Kursen und Veranstaltungen waren. Wir versuchen, alles möglich zu machen, um eure Ausbildungen weiterhin gut voranzubringen mit den technischen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen. Bildung wird sich verändern von der Art, wie sie vermittelt wird. Nur das. Nicht von den Inhalten und nicht vom Aspekt des Lernens im Bereich Menschlichkeit her. Formen verändern sich, nicht der Inhalt.

Danke den Besucherinnen und Besuchern unserer Vorträge. der GlücksWERKstatt und der Würdekompassgruppe! Wie schön, dass manche Termine möglich waren. Wir werden für 2021 Formen finden, dass wir dann eben virtuell zusammen kommen. Verbindung ist wichtig, Stärkung und Ermutigung erst recht und dazu sind unsere Veranstaltungen da.

 

Für alle, die wenig Kontakt nach außen haben und ein bisschen Freude suchen:

 

Wir haben zwei Stunden Vorlesezeit für euch aufgenommen. Hier findet ihr den Link, scrollt zur GlücksWERKstatt und habt Freude mit Adalbert Stifters „Bergkristall“:

https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#1607546851586-9bf61be7-2fde

 

Für die Firma tegut… durfte ich eine Meditation schreiben, die von einem wunderbaren Sprecher aufgenommen wurde. Hier findet ihr den Link zum „Acker der Zukunft“:

https://www.seelengarten-krokauer.de/aktuelles/#tegutmeditation

Für alle, die von Sorgen niedergedrückt sind, Angst haben und mit Einsamkeit kämpfen: Wir haben für euch den geschützten Ort aufgenommen, mit und ohne Goldkugel. Hier ist der Link zu eurer Unterstützung:

https://www.seelengarten-krokauer.de/klienteninfo/#geschuetzter-ort

 

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr, das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge, voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung; und wollen sehen, dass wir‘s nehmen lernen, ohne allzu viel fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat, an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.

Rainer Maria Rilke, 1875-1926

 

Foto: Stephanie Heger

Wasser ist Lebensenergie

Heute laden wir in unserem Adventskalender zu einem guten Frühstück und viel gutem Wasser ein. Für viele beginnt der Morgen sehr hektisch. Der Wecker wird dreimal ausgestellt, um noch zehn Minuten herauszuholen. Das bedeutet, der Tagesbeginn ist schon unter Druck. Rasch anziehen, Frühstück entfällt, das ist überschätzt, zack aus dem Haus. Unterwegs einen Coffee to go (wenigstens im Nachfüllbecher) und ein Hörnchen. Um halb zehn in Deutschland fällt der Blutzuckerspiegel. Nächster Kaffee mit Hörnchen and so on.

Der Körper hat nachts viel Arbeit. Er muss Millionen von Zellen reparieren, Nahrung verdauen, das Immunsystem ausregulieren und Tausende anderer Instandsetzungsarbeiten, Gedächtnisleistungen und mehr erledigen. Das kostet Energie. Gehen wir ohne Frühstück aus dem Haus, haben wir den gleichen Effekt, als stiegen wir mit leerem Tank ins Auto und hofften, es noch irgendwo hin zu schaffen. Der Blutzuckerspiegel ist wichtiger als der Spiegel, vor dem wir gern stehen und Haare kämmen. Sinkt er, greifen wir automatisch zu Süßem mit fatalen Folgen. Der Blutzuckerkreislauf entgleist mit der Zeit, denn der Körper braucht keine Einfachzucker, sondern komplexe Kohlenhydrate.

Jeder kann sich abends Haferflocken einweichen und am Morgen ein bisschen Obst drüberschnippeln. Bei uns isst einer morgens warmen Haferbrei, der andere Joghurt mit Obst und Sanddornfruchtfleischöl, ein klasse Geschenk ans Immunsystem in kalten und nassen Tagen. Dazu gibt es grünen Tee und vorab nach dem Aufstehen ein großes Glas Wasser.

Wasser ist Lebensenergie. Wir bestehen zu 70 Prozent aus Wasser, das Neugeborene zu 90 Prozent.  Alles im Körper basiert darauf, dass wir genug Flüssigkeit in uns haben. Schon zwei Prozent Wasserverlust bedeuten gravierende Gedächtnisstörungen und Konzentrationsmangel! Das Erste, was wir also morgens zu uns nehmen dürfen, ist ein großes Glas Wasser. Gut für das Gehirn, den Körper und die Kandidaten, deren Verdauung immer eine extra Einladung braucht.

Am Wochenende haben wir Kurse gefilmt für die Schüler, damit sie mit ihrem Lernstoff weitermachen können. Dabei ging es um die Frage von positiven und negativen Gedanken. Ich verband diese Thematik mit den Wasserbildern von Masaru Emoto. Man mag darüber denken, wie man möchte. Was mir daran gefällt ist die Tatsache, dass Wasser, Informationsträger der besonderen Art übrigens, schöne und weniger schöne Formen bei der Kristallisation annehmen kann, je nachdem, ob es mit positiven oder negativen Informationen gefüttert wird. Wenn wir uns vorstellen, dass wir morgens mit einem tiefen Dank für dieses Geschenk ein Glas köstlichen Wassers trinken dürfen, um dem Körper und dem Geist eine herrliche Starthilfe in den Tag zu gönnen, und uns durchflutet das Wasser mit liebevoller Information, wie anders ist das im Vergleich zu Kaffee auf nüchternen Magen und leeren Kalorien?

Wasser ist eins Geschenk der Natur an uns. Wir sind absolut privilegiert, Wasser zur Verfügung zu haben. Wir haben einen Wasserwirbler, der aus zwei großen Glaskolben besteht, zwischen denen wir das Wasser verwirbeln können. Es ist nicht wichtig für uns, ob das alles wissenschaftlich erklärbar ist oder notwendig. Es macht Spaß. Wenn ich mal in der Stadt unterwegs bin, erlebe ich es nie, dass die Wasserwirbler, die in der Stadt verteilt sind, nicht dauernd bewegt werden – weil wir Menschen Spielkinder sind und Wasser für uns nicht nur Lebenselixier ist, sondern auch Faszination pur in allen Erscheinungsformen. Der Wirbler wird immer von jemandem bewegt. Viele Menschen stehen meistens drum herum und staunen über den Wirbel, der entsteht.

Wenn wir jetzt in die Woche starten, in der wir ab Mittwoch erneut in starken Veränderungen stehen – gönnen wir uns das bestmögliche Frühstück, um die Herausforderungen der Zeit gut zu bewältigen. Trinken wir genug Wasser, im Winter gern auch warm als Tee. Körper, Seele und Geist werden es uns danken. Wer gut ausgestattet in den Tag geht, wird weniger schnell vom Wind der Zeit umgeweht. Es ist kein Wind des Niedergangs, ihr Lieben. Es ist der Wind der Veränderung.

Allen einen gelingenden Start in einen guten Montag.

Steffi hat das angeeiste Wasser im Wald entdeckt. Danke von Herzen für dein wie immer großartiges Foto.

Wipfeltreffen

Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und üb er ihn …

Christian Morgenstern, 1871–1914

Silke hat die heimliche Versammlung der Ents im Bild festgehalten. Danke dafür!