Monthly Archives: Januar 2019

Dienstags-Nachdenk-Input

Es ist Winter geworden. Nach dem phänomenalen Blutmond heute Morgen gab es viele Stunden Sonnenschein und großen Frost. Der Frost ist wichtig für die Natur. Trockene Kälte ist für die meisten Menschen, die empfindlich auf das Wetter reagieren, einfacher auszuhalten als nasse Kälte. Jetzt ist ein Winterspaziergang eine Wohltat.

Innere Kälte ist weniger günstig. Wärme entsteht durch Bewegung, durch Muskelarbeit. Wir sitzen heute oft gebannt vor Bildschirmen und bewegen uns nicht mehr genug. So entsteht körperlich eine Untertemperatur. Wenn wir dann auch noch innerlich auskühlen, weil uns Ängste überfallen, wir nicht mehr begeistert bei dem sind, was wir tun, wir uns für gar nichts mehr erwärmen können, frisst sich die Kälte bis ins Herz hinein wie im Märchen von der Schneekönigin. Stück für Stück erstarren wir und es braucht viel Liebe, dass wir wieder erwachen, erwarmen und in Bewegung kommen.

Sorgen wir dafür, dass wir stets Dinge im Tageslauf haben, die uns erwärmen, begeistern, das Feuer in uns entfachen und uns in Bewegung bringen, damit wir nicht erstarren und irgendwann in einem Starrsinn enden, der dazu führt, dass wir uns selbst nicht leiden können und auch unsere Umgebung sich abwendet.

Frage dich also jeden Tag immer wieder: Was entzündet mein persönliches Begeisterungsfeuer? Habe ich bei dem, was ich mache, ein warmes Herz und eine warme Hand oder umhaucht mich der Frost der Sinnlosigkeit? Entdecke ich in der Natur immer wieder das, was mich heilt, gehe ich jeden Tag meine Runde an der frischen Luft und nehme die Schneekristalle wahr, die in der Sonne glitzern, freue mich an den Tierspuren im Schnee, staune über die Muster, die der Winter zeichnet oder haste ich von A nach B auf der Suche nach der verlorenen Zeit? Warum habe ich sie verloren? Lebe ich ein erfülltes Leben, gibt es keine verlorene Zeit und keine innere Kälte.

Allen genug warme Suppe auf dem Herd oder eine feine warme Grütze und eine große Tasse Tee mit Honig. Und vielleicht am Dienstagabend um 19.30 Uhr in der Alten Synagoge in Kitzingen zum Thema Freundlichkeit. Ich bin mir sicher, dass das ein sehr wärmendes Thema ist. Einfach kommen, es gibt genug Platz, ein kleiner Beitrag wird am Eingang erhoben. Allen einen warmen Dienstag!

Kälte

Die größte Krankheit der Seele ist die Kälte.

Georges Benjamin Clemenceau, 1841–1929

Danke an Anne für das Schneefoto aus der Rhön!

Montags-Nachdenk-Input

Zufall ist, was einem zufällt. Da bin ich 153 Kilometer von daheim weg. Ich sehe frühs als Infomeldung „Geburtstag D.“ – oh! Sie ist die gute Hausfee der Akademie und ich habe kein Geschenk! Da sie gern Süßes isst, beschließe ich, Pralinen zu besorgen. Also auf zum Edeka, dem Laden dort. Die Tür öffnet sich, ich suche was aus und gehe zur Kasse. Erstaunen bei den Frauen „Wie sind Sie do neikomme? Mir hend noch zu!“ Ja, wie bloß? Die Tür ist aufgegangen und ich bin rein. Also warte ich 15 Minuten, bis die Kassen öffnen. Netterweise drin bei Minusgraden. Die Tür öffnet sich wieder und vor mir steht eine Frau, mit der ich vor vielen Jahren einmal gemeinsam einen Kurs besucht habe. Sie sieht schlecht aus. Wir erkennen uns sofort und sie staunt. „Wie kommst du denn hierher?“ „Ich halte einen Kurs an der Akademie!“ „Was? Wow!“ „Wie geht es dir?“ Sie berichtet mir, was die letzten 15 Jahre alles passiert ist und ich bin froh, dass ich ihr am Abend einen Termin anbieten kann, denn genau dieser Abend ist noch ohne Termin gewesen! Zufall? Sie war zu früh, obwohl vom Ort, ich auch. Seltsam. Doch: Wir haben eine wunderbare Arbeit zusammen. Sie ist wieder viel besser aufgestellt und wir haben uns gleich fürs nächste Mal verabredet. Als sie am Abend kommt, staunt sie immer noch – „Dass wir uns über die Füße gelaufen sind, das glaub ich einfach nicht!“ Ich habe lange aufgehört, solche Dinge seltsam zu finden. Es ergibt sich so manches im Leben. An diesem Samstagabend bin ich sehr dankbar ins Bett gegangen, was in der Akademie auch etwas Besonderes ist, denn ich habe das Kopfende des Bettes direkt am Fenster. Es ist ein Dachfenster, über mir der Sternenhimmel und der fast volle Mond, tief unter mir der im Dunkeln liegende Garten, in dem in dieser Nacht die ganze Zeit die armdicke Kerze still brannte und ihr sanftes Licht verbreitete. Nach und nach gab es Eissterne am Dachfenster, die Engel haben fleißig gemalt in der Nacht und am Morgen war auch mein Auto eine einzige glitzernde bemalte Fläche. Ist es nicht fantastisch, wie wir manchmal geführt sind? Vertrauen wir, dass uns begegnet, was wir brauchen. Manchmal kann man ja dem Glück auch unter die Arme greifen, Engel können nicht alles machen. Zwei Möglichkeiten öffentlicher Art gibt es diese Woche – Dienstag, 19.30 Uhr in der Alten Synagoge in Kitzingen beim Vortrag, wie wir Freundlichkeit in unser aller Leben einladen können und am Donnerstag in der Praxis um 19.30 Uhr, wenn das Thema lautet: Wie aus guten Vorsätzen Leitsätze werden können. Wir freuen uns auf euch! Allen einen guten Start in eine gelingende Woche und vielen Dank für euer Vertrauen und eure Unterstützung mit dem HerzWegWeiser, wir freuen uns sehr über eure Verteilstellen und eure Bereitschaft, die Hefte zu verteilen.

Showtime!

Wenn du wüsstest, aus welchem Quell die menschlichen Meinungen und Interessen fließen, würdest du aufhören, nach dem Beifall und dem Lob der Menschen zu streben.

Marc Aurel

Danke an Theresa für das Foto des Vogels, für den der Beifall schon noch wichtig zu sein scheint, er übt fürs Casting.

Wochenend-Nachdenk-Input

Das erste Kurswochenende 2019 außer Haus, dieses Jahr sehr spät, das ist auch mal schön. Ich hoffe, ich erlebe nicht so ein Wetterfiasko wie das Wochenende davor für viele war. Mir reichte es am Donnerstagabend, nach einem Blick auf den Wetterbericht entschied ich spontan, das Einkaufen vorzuverlegen. Am Hubland ins Auto gestiegen, plötzlich Blitz und Donner gleichzeitigt und dann schaffte es der Scheibenwischer kaum. Ein massives Gewitter mit heftigen Böen und schwerem Schneeregen. Mir taten alle Fußgänger richtig Leid, wobei das selbst im Auto nicht so ganz entspannt war.

Schillers Text ist deshalb spannend, weil es in diesen Zeiten um Schwingung geht in der Welt, um Erhöhung des Bewusstseins, sprich Erweiterung in andere Dimensionen als die, die uns bislang bekannt sind. Viele Kinder werden bereits mehrdimensional fähig geboren und tun sich sehr schwer, sich an unsere für sie sehr primitive Welt anzupassen. Es ist Zeit, von diesen Kindern zu lernen, denn sie werden dazu beitragen, die Probleme der Welt lösen zu helfen, die, wie Einstein das sehr richtig erkannt hat, nicht auf der Ebene lösbar sind, auf der sie entstanden sind. Gleiches gilt für unser Denken – wir denken uns förmlich in Krankheiten, in Unglück und negatives Erleben hinein. Wagen wir den Quantensprung und erlauben unseren Gedanken, diese schwarzen Schleifen auf die Seite zu legen und neugierig zu sein auf die Welt ohne Graufilter. Wagen wir als Welt den Sprung und öffnen unsere Herzen für Liebe, für Mut, für Großzügigkeit, für Freude, für ein Wir anstelle des Egos und wir werden uns in anderen Ebenen wiederfinden. Wer, wenn nicht du? Wann, wenn nicht jetzt?

Allen ein Wochenende, an dem der Entschluss gefasst wird, das Denken im Negativen aufzugeben und sich auf die Suche nach den Wundern des Universums zu machen. Wir sind schon mittendrin. Lernen wir, das wahrzunehmen. Eine gute, frohe Zeit allen. Gute Wege denen, die unterwegs sind. Spannende Momente denen, die lernen und sich entwickeln. Und Ruhe für alle, die sich zuviel mit einer Welt beschäftigt haben, die an Flachheit oft nicht zu überbieten ist.

Sprüche des Confuzius

Sprüche des Confuzius

Dreifach ist des Raumes Maß:
Rastlos fort ohne’ Unterlass
Strebt die Länge: fort ins Weite
Endlos gießet sich die Breite;
Grundlos senkt die Tiefe sich.

Dir ein Bild sind sie gegeben:
Rastlos vorwärts musst du streben,
Nie ermüdet stille stehn,
Willst du die Vollendung sehn;
Musst ins Breite dich entfalten,
Soll sich dir die Welt gestalten;
In die Tiefe musst du steigen,
Soll sich dir das Wesen zeigen.
Nur Beharrung führt zum Ziel,
Nur die Fülle führt zur Klarheit,
Und im Abgrund wohnt die Wahrheit.

          Friedrich Schiller

Danke an Manuela für dieses zauberhafte Winterfoto.

 

Freitags-Nachdenk-Input

Die Kunst des schönen Gebens – ja, die wünsche ich mir schon manchmal weiter verbreitet. Es geht nicht um Geschenke, sondern um das Geben an sich. Da sind wir alle im Entwicklungsstadium. Wann geben wir denn „schön“ im Sinne von liebevoll, ohne jegliche Dankeserwartung, aus freiem Herzen heraus? Geben ist oft Mittel zum Zweck, man möchte damit etwas erreichen, Dankbarkeit einfordern oder beeindrucken. Oder es wird gegeben, weil man das macht – im Advent wird viel gespendet. Viele sparen auf bestimmte Spendengalas das ganze Jahr liebevoll, das meine ich nicht, sondern die Menschen, die dann mit viel Getöse und Tamtam etwas spenden, wenn eine Kamera in der Nähe ist.

Was ist denn wichtig zu geben? Natürlich macht es Sinn, wenn im Winter bei Frost Menschen Obdach bekommen, da kann eine Wolldecke schon die Welt sein oder ein Schlafplatz, ein Essen, eine warme Dusche, ein Kaffee, den man beim Bäcker mitbezahlt für jemanden, der friert. Manchmal braucht es einfach Sachspenden, wobei man besser fragen sollte, was denn wirklich benötigt wird, denn diejenigen, die Hilfe brauchen, wissen selbst am besten, was hilfreich ist. 40 Paar Gummistiefel Größe 34 bei Überschwemmung dürfte wenig nutzen.

Ich denke, am wichtigsten ist Aufmerksamkeit, ist Zeit für jemanden. Das ist die beste Gabe. Ich höre zu. Ich nehme Anteil. Ich bin da. Hundertprozentig. Nicht „jaja, gleich, ich muss noch schnell die Mail beantworten, dann …“. Sondern: Ja! Erzähl doch mal! – Dann ergibt es sich von alleine, ob es noch andere Gaben braucht, um Krisensituationen zu entspannen. Nehmen wir uns zurück, schenken wir Zeit und Aufmerksamkeit. Dann entstehen Vertrauen, Zuneigung, Menschlichkeit bekommt einen Raum, daraus erwächst wieder Hoffnung und Zuversicht. DAS sind Gaben, die braucht es ganz sicher viel, viel mehr. Weniger Materielles, mehr Echtheit, Authentizität, Dasein, Liebe und offene Ohren und Herzen.

In diesem Sinne allen einen schönen Venustag.

Die Kunst des schönen Gebens

Die Kunst des schönen Gebens wird in unserer Zeit immer seltener, in demselben Maße, wie die Kunst des plumpen Nehmens, des rohen Zugreifens täglich allgemeiner gedeiht.

Heinrich Heine

Danke an Ursula für das Schneebankfoto!

Donnerstags-Nachdenk-Input

Schon der dritte Donnerstag im neuen Jahr, krass. Ich freue mich auf jeden Donnerstag und auf alle Morgen, an denen ich schwimmen gehen kann. Es geht den anderen auch so, die sich, gelegentlich irgendwas zwischen restloser Übermüdung und „war noch gar nicht im Bett“ um 6 Uhr in der Früh treffen. Im Sommer ist das easy peasy, aber im Winter mit dem ganzen Angemoddel der Klamotten ist das relativ unspaßig. Deshalb wate ich um vier, wenn der Wecker schellt, erstmal raus auf die Straße und mach den Rutschtest. Bei Rutsch – Bett. Ansonsten Meeting im Morgengrauen, was da eine ganz eigene Bedeutung hat. Es schwimmen um die Uhrzeit superviele ältere Menschen und da ist ein besonderes Klima. Höflichkeit herrscht, Freundlichkeit. Kommt jemand nicht, wird nachgefragt, ob jemand was weiß und telefoniert oder gemailt, damit alles auch gut ist. Man schwimmt umeinander herum und Bolzer, die meinen, dass sie die Bahn mit ihrer Eintrittskarte gekauft haben, werden fein geächtet und direkt angesprochen.  Es herrscht ein guter Sportsgeist, denn die Herrschaften sind teilweise angeschlagen, gehen mit dem Stock bis zum Becken. Was für ein gutes Vorbild – sie treiben meistens seit jungen Jahren Sport und geben sich nicht auf.  Ob Bandscheibenvorfall, neue Hüfte oder sonstiges, sowie es wieder geht, wird ins Wasser gestiegen. Für Ausnahmen geht das Lehrschwimmbecken, das ist wärmer, zur Belohnung gibt es das Solebecken mit 34 Grad, aber die Königsdisziplin ist die 50 Meter Bahn. Jeden Morgen finde ich das bewundernswert, mit welcher Disziplin, aber auch Freundschaft und gegenseitiger Fürsorge die Herrschaften ihren Sport betreiben und unter der Dusche wird gelacht, geschwätzt und es herrscht Frohsinn nach dem Motto „Heute geht es uns gut, wir können schwimmen gehen!“ – hat was.

Jeder von uns sollte etwas haben, das ihm gut tut, ihn freut, ihn in Bewegung bringt, in Kontakt mit anderen Menschen, ihn zwingt, das Haus zu verlassen, um unter die Leute zu gehen. Das sorgt dafür, dass wir jeden Tag was zu lachen haben, uns bewegt haben, aber auch erfahren, wie schön es ist, wenn jemand nach einem Fehltag sagt: „Wo waren Sie denn? Wir haben Sie vermisst! Wir hätten heute mal durchgeklingelt!“ Ich freue mich auf viele Donnerstage im Becken, auch wenn es noch einige Wochen dauern wird, bis ich morgens nur in Sandalen und mit dünnem Gewand aus dem Haus gehe und mehr Zeit zum Duschen habe (sorry, SV 05. Im Sommer ist es eh überwiegend der Kneippschlauch, der mein bester Freund geworden ist, im Winter teil ich das 50 – 50).

Allen einen Donnerstag mit der Überlegung – was ist DEIN Sport? Wo gehst du raus und was tust du mit anderen zusammen, um Freude zu erleben?

Erfolgsformel?

 

Eine Formel für den Erfolg kann ich dir nicht geben. Aber ich kenne eine Formel für Misserfolg: Es jedem Recht machen zu wollen.

H.B. Swope, 1882–1958

 

Danke an Theresa für das tolle Kachelfoto aus Portugal

 

Mittwochs-Nachdenk-Input

Die Saiten des Gemüts ausruhen lassen, damit sie ihren Ton und Klang behalten – das finde ich ein wunderbares Bild. Im Radio hörte ich heute Morgen, dass Schulkinder in unserem Land zu wenig schlafen, zwei Stunden weniger sind es bei Neunt- und Zehntklässlern, diese zwei Stunden gehen zu Lasten der Mediennutzung.

Was tun wir da? Schlaf ist heilig. Die Nerven der Menschen brauchen den Schlaf, um zu verarbeiten, was tagsüber gewesen ist, um das Gelernte sicher greifbar abzulegen, um dem Körper die Kraft zur Regeneration zu geben.

Heute brauchen wir das offenbar nicht mehr. Kuren dauerten in meiner Kindheit vier Wochen, mit Verlängerung sechs oder acht Wochen. Man empfahl den Menschen, mindestens vier Wochen im Jahr am Stück Auszeit zu nehmen, weil der Körper schon drei Wochen braucht, um in der Erholung anzukommen. Es gab viele Bäderanwendungen, sogar Dauerduschen, weil das zerrüttete Nerven gut entspannt hat. Die Menschen bekamen lange Spaziergänge verordnet, manche nahmen sich Zeit für ein Schachspiel am Wochenende. Man saß irgendwo in der Natur mit einem Picknick oder einfach nur auf einer Bank an der warmen Hauswand und aß einen frisch gepflückten Apfel, den man mit einem tausendfach gebrauchten Taschenmesser aufschnitt.

Nein, es waren keine goldenen Zeiten der Vergangenheit, die da beschworen werden sollen. Aber wir müssen immer wieder darüber nachdenken, was WIR SELBST unseren Nerven antun, wenn wir den ganzen Tag im Netz unterwegs sind, beruflich stundenlang auf Bildschirme starren und das in unserer Freizeit ebenfalls tun. Ganz freiwillig übrigens und ohne dass wir merken, was das mit uns macht.

Vielen Menschen, denen ich begegne, würde ich gern eine Kur verordnen. Sie sähe so aus: Maximal eine Stunde elektronische Mediennutzung am Tag und das auch erst nach einem Entzug derselben für mehrere Monate, um frei zu werden. So viel Schlaf, wie der Körper braucht. Für die meisten viel mehr Bewegung, die zu ihnen passt. Jeden Tag die Möglichkeit, sich an der frischen Luft aufzuhalten. Schlichte, einfache, unverarbeitete Nahrung. Ausreichend sauberes Wasser zum Trinken. Literatur, Kunst, Kultur aller Art, selbst gemacht oder erlebend. Mehr handgemachte Musik und Singen. Tausend Prozent mehr Lachen und viel mehr Vögel, die uns daran erinnern, wie das Singen geht. Summende Bienen, die gesundenden Honig produzieren. Ausreichend körperliche Arbeit, um am Abend rechtschaffen müde zu sein. Viel mehr Gemeinschaft, damit aus der Ansammlung einsamer Zombies in der Welt wieder Gruppen werden, die Wir statt Ego sagen, die Respekt vor Mutter Erde zeigen und eine Kultur der Dankbarkeit, der Wertschätzung und der Freude pflegen. Dann können unsere Nerven am Abend langsam ausklingen, um am nächsten Morgen frisch gestimmt von Neuem gezupft zu werden vom Leben.

Allen einen Wochenteilungstag, an dem wir ja das eine oder andere sehr wohl gleich mal ausprobieren können!

 

 

Die Saiten meines Gemütes

Ich muss den Saiten meines Gemütes jeden Tag einige Ruhe gönnen, um sie gleichsam von Neuem aufzuziehen, damit sie den rechten Ton und Ausklang behalten. Am besten gelingt mir dies in der Einsamkeit, aber nicht im Zimmer, sondern in den stillen Stunden der freien Natur.

Luise von Mecklenburg-Strelitz

 

Danke an Christoph für das Foto der Körpertambura, die beim KlangAbend sicherlich zum Einsatz kommen wird!

Dienstags-Nachdenk-Input

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, deren Entwicklung Rudolf Steiner angestoßen hat und die heute nicht nur an Waldorfschulen Bestandteil des Schullebens ist. Wer einmal erfahren hat, wie tiefgreifend Eurythmie auf Körper, Seele und Geist wirkt, muss sich nicht mehr über „ich kann meinen Namen tanzen“ echauffieren, sondern er übt, erfährt und lernt. Ich finde es erfreulich, dass die Eurythmie bei Menschen, die sie weit jenseits des sonst üblichen Umfelds aufhalten, auf so gute Resonanz stößt. Menschen finden instinktiv die für sie passende Bewegung und sind überrascht, welche Bedeutung diese haben kann. Sie erleben – oft ohne irgendwelchen Wissenshintergrund -, wie die Bewegungen zur Ruhe bringen können, ordnen, beleben – je nachdem. Und sie erfahren, welche unglaubliche Kraft auch in unseren Lauten und Worten steckt. Das ist immer wieder beeindruckend. Sprache ist Macht. Aber auch jeder einzelne Buchstabe ist ein Kosmos für sich!

Achten wir ruhig ein bisschen auf unsere Sprache. Sprechen wir mit uns selbst, aber auch mit anderen wertschätzend, freundlich, unaufgeregt, ruhig? Motivieren wir mit unseren Worten und der Art, wie wir sie sprechen, oder benutzen wir Sprache und Worte wie das Beil eines Scharfrichters? Können wir liebevoll schweigen, wenn es angebracht ist? Solche Gedanken über die Macht der Worte werden wir auch bei den Vorträgen nächste Woche über Freundlichkeit (Alte Synagoge Kitzingen am 22. 1., 19.30 Uhr) und beim Praxisvortrag über gute Vorsätze hören (22. 1., 19.30 Uhr), aber auch beim FührungsKRAFTseminar lernen wir, wie Worte dazu beitragen können, sich selbst und andere gut anzuleiten und Vorbild zu sein. Begegnen wir einander in diesem Jahr auf einer neuen Ebene – schwingen wir uns ruhig auf zu Freundlichkeit, Wertschätzung, Anerkennung, zu gewaltfreier Kommunikation, achten wir auf Tonfall, Mimik und Gestik und lernen wir, die Stille immer mehr wertzuschätzen und einladen.

Allen einen feinen Dienstag mit viel Marskraft, die euch vielleicht dazu ermuntert, euch für das FührungsKRAFTseminar, den Probeunterricht oder die verschiedenen Vorträge und weiteren Seminare anzumelden 🙂

 

Lieber nicht unglücklich sein

Unglücklich ist die Seele, die des Zukünftigen wegen ängstlich ist, und elend ist schon vor dem Elend, wer in Sorgen schwebt, ob das, woran er sich erfreut, ihm auch bis ans Ende verbleiben werde.

Seneca

Danke an Anne für das Foto aus der Rhön vom Wochenende!